2018 und dann? Ein Blick in Zukunft des Gaspreises

Anders als der Ölpreis – welcher aufgrund der amerikanisch-iranischen Spannung stark zu schwanken droht – bleibt der Gaspreis vorerst niedrig. Ob das auch jedoch auch auf mittelfristige Sicht so bleibt, ist noch unklar. Wir stellen Ihnen die Gaspreisentwicklungen der letzten Jahre vor und welche Preistrends in der näheren Zukunft vorauszusehen sind.

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2018 – das Jahr der Gasheizer

Besitzer einer Gasheizung können sich zur Zeit nicht beklagen: 2017 war bereits ein profitables Jahr für alle Gasheizer, denn der Durchschnittspreis pro Kilowattstunde hatte mit 5,79 Cent einen neuen Niedrigstand seit 2005 erreicht. Dieser Positivtrend setzte sich auch in den ersten beiden Quartalen in 2018 fort. Der Grund für diese verbraucherfreundliche Entwicklung lässt sich auf nur minimale Preisanpassungen seitens der Anbieter sowie leicht zurückgehende Netzentgelten zurückführen. Experten lassen verlauten, dass die breite Mehrheit der knapp 800 Gasversorger in der Republik ihre Gaspreise auch für den Rest des Jahresstabil halten – ganz zur Freude von Mietern und Hausbesitzern, die mit Gas heizen.

Wie geht es nach 2018 weiter?

Ob sich dieser Abwärtstrend des Gaspreises jedoch auch auf mittelfristige Sicht so fortsetzt, bleibt fraglich. Ein Vorbote einer möglichen Preiserhöhung könnte in der Wertsteigerung von Rohöl liegen, welches – trotz der eigentlichen Unabhängigkeit von Gas und Öl – nachwievor als Leitwährung auf allen globalen Energiemärkten betrachtet wird. Tatsächlich kostet das Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent im Mai 2018 rund 79 US-Dollar. Im Vergleich: Vor ca. einem Jahr lag der Preis bei „nur“ 45 Dollar. Diesen massiven Anstieg bekommen schlussendlich auch Heizölkunden zu spüren und müssen entsprechend tiefer in die Tasche greifen. Ein weiteres Anzeichen für einen möglichen Anstieg des Gaspreises in der Zukunft könnte in der großen Nachfrage sowie dem kletternden Gasverbrauch liegen, welcher sowohl national als auch auf internationalem Niveau deutlich wird. Grund dafür ist vor allem der stetig zunehmende Einsatz von Erdgas in Wärme- sowie Stromkraftwerken,ließ die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen verlauten.

Auch wenn diese Einschätzungen vielmehr eventuell eintretende Szenarien als endgültige Prognosen sind, sollten Verbraucher die Markt- und Preisentwicklungen in jedem Fall regelmäßig prüfen und einen Gaspreisvergleich durchführen. Auf diese Weise und mit einem folgenden Anbieterwechsel können Haushalte jährlich mehrere hundert Euro sparen.