Coronavirus

Der neuartige Coronavirus ist derzeit in aller Munde. Weltweit werden immer mehr Fälle bekannt, in welchen die Krankheit nach Untersuchungen bestätigt werden konnte. Auch Deutschland und andere Länder in der EU, wie beispielsweise Frankreich, sind mittlerweile betroffen. In dem nachfolgenden Beitrag möchten wir Sie darüber aufklären, woher der Virus stammt, was diesen verursacht hat und was derzeit beachtet werden sollte.

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Was ist die Ursache?

Das Epizentrum des neuen Coronavirus, eine chinesische Stadt namens Wuhan, ist derzeit immer noch am stärksten hinsichtlich der Anzahl der Erkrankten betroffen. Der Virus soll in der Metropole, in welcher ungefähr 11 Millionen Menschen leben, auf einem Markt von einem Tier auf einen Menschen übertragen worden sein. Dies geschah Anfang Dezember 2019. Der Markt ist mittlerweile seit dem 01. Januar 2020 geschlossen. Es handelt sich bei dem Markt um den größten Seafood-Markt in Wuhan, auf welchem für gewöhnlich rund 1500 Mitarbeiter mit deren 600 Verkaufsständen vertreten sind. Neben Fisch, Krabben und Co. sollen auf dem Markt jedoch auch andere Tiere und tierische Produkte zum Verkauf angeboten werden, wie zum Beispiel Wildtiere und Reptilien.

Krankheitsverlauf

Der neuartige Coronavirus gehört zu der gleichen Virengruppe wie der SARS (“Severe Acute Respiratory Syndrome”, auf dt. “Schwere Akute Respiratorische Syndrom”) Virus, welcher in 2002 ebenfalls in China ausbrach und sich von dort aus weltweit verbreitet hatte. Coronaviren sind in der Tat keine Neuheit: Bereits in den 60er Jahren wurden Coronaviren identifiziert. Sie haben Ihren Namen aufgrund deren Aussehen erhalten, welches einer zackenförmigen Krone entspricht. Der nun neuartige Virus, welcher in Wuhan ausbrach, wird als 2019-nCOV identifiziert.Die Inkubationszeit des Coronavirus, d.h. von dem Zeitpunkt, wann man sich tatsächlich ansteckt bis zu dem Zeitpunkt, wenn erste Symptome auftreten, beträgt rund zwei Wochen. Für gewöhnlich ähnelt eine Infektion mit dem Coronavirus einer leichten Erkältung, d.h. eine Infektion kann von Schnupfen und Husten geprägt sein. Dies ist natürlich jetzt in der kalten Winterszeit äußerst schwierig von einer normalen Erkältung auseinanderzuhalten. Der derzeitige Coronavirus kann jedoch auch einen schweren Krankheitsverlauf auslösen, welcher sich auf die Atemwege auswirkt. So können beispielsweise Lungenentzündungen hervorgerufen werden. Jene, die an dem Coronavirus verstorben sind, sind bisher jedoch nur jene, welche eine schwere Vorerkrankung hatten. Eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch ist im Falle des Coronaviruses möglich. Dies wurde dadurch festgestellt, dass medizinische Mitarbeiter, welche infizierte Patienten versorgten, sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten. Wie die Übertragung jedoch genau erfolgt, konnte bislang noch nicht eindeutig geklärt werden. Man geht davon aus, dass es sich um eine Tröpfchen- oder Kontaktinfektion handelt.

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Worauf sollten wir in Deutschland achten? 

Der erste in Deutschland bekannt gewordene Fall wurde am 27. Januar 2020 bestätigt. Damit der Virus nicht unnötig übertragen wird, sollte jeder über die möglichen Krankheitszeichen informiert sein sowie gewissen Hygienestandards beachten. Dazu gehören das regelmäßige Händewaschen und ggf. Desinfizieren sowie Abstand zu erkrankten Menschen zu halten. Ebenfalls sollte jeder rücksichtsvoll husten bzw. niesen: Falls Sie husten oder niesen müssen, halten Sie sich die Armbeuge vor den Mund oder, noch besser, ein Taschentuch. Ebenso sollte man sich während des Hustens oder Niesens von seinen Mitmenschen wegdrehen und etwas Abstand einhalten - empfohlen wird hier ein Abstand von gut einem Meter. Des Weiteren gilt, dass selbst wenn man in ein Taschentuch hustet oder niest, man sich im Anschluss erneut die Hände waschen oder desinfizieren sollte. Einen Impfstoff gibt es bisher noch nicht, es wird jedoch daran gearbeitet, einen solchen zu entwickeln. 

Der Coronavirus im Vergleich

Die derzeitige Berichterstattung in den Nachrichten kann einem schnell das Gefühl geben, dass Grund zur Panik besteht. Dies ist jedoch nicht der Fall. Auch wenn derzeit noch unbekannt ist, wie sehr sich der Virus verbreiten wird, wenn man diesen mit der herkömmlichen Grippe vergleicht, sollte einem eine Grippeinfektion mehr Sorgen bereiten. Alleine in Deutschland erkranken 2 bis 14 Millionen Menschen an der alljährlichen Grippewelle. In der Wintersaison 2017/2018 forderte die Grippe alleine in Deutschland 25.100 Todesopfer. Gefährdet sind vor allem Menschen mit schweren Vorerkrankungen und jene mit einer chronischen Erkrankung sowie ältere Menschen und Schwangere. 

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Fazit

Bisher sind knapp 9800 Menschen in 16 verschiedenen Ländern weltweit erkrankt. Weitere 81.000 Verdachtsfälle sind bisher bekannt. Todesopfer sind bis dato jedoch nur in China zu vermelden. Die WHO hat den Virus hinsichtlich seiner weltweiten Gefährdung zwar als “hoch” eingestuft, anhand der vorliegenden Zahlen besteht für Deutschland aber noch kein Grund zur Panik. Dies wurde vom Robert-Koch-Institut bestätigt, welches die Gefahr des Viruses relativiert und die Gefahr für Deutschland als “gering” einstuft. Die bestehenden Unsicherheiten beunruhigen jedoch selbstverständlich viele Menschen.