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PV-Anlage anschließen: Netzanschlussregeln für Solaranlagen

Wer eine PV-Anlage anschließen möchte, muss bestimmte Netzanschlussregeln beachten. Dieser Beitrag richtet sich speziell an Hausbesitzer und Interessierte, die eine PV-Anlage anschließen möchten. Für einen Netzanschluss ist ein Antrag notwendig. Wie das geht, erfahren Sie in diesem WechselJetzt.de Beitrag. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre PV-Anlage korrekt ans öffentliche Stromnetz anschließen und welche Vorschriften dabei zu beachten sind.

 

Wie funktioniert der Anschluss einer Photovoltaik-Anlage?

 

Ein Netzanschluss beschreibt die Schnittstelle zwischen einem Punkt der Energieerzeugung und dem öffentlichen Stromnetz. Bei Solaranlagen ist dies also der Ort, an dem der erzeugte Strom in das Netz eingespeist werden kann. Seit Juni 2022 ist der Anschluss von Photovoltaikanlagen stark vereinfacht. Auch die Digitalisierung trägt dazu bei, den Netzanschluss unkomplizierter zu gestalten, denn seit 2025 müssen Netzbetreiber die relevanten Informationen auch online bereitstellen. Wer eine PV-Anlage anschließen möchte, profitiert von klaren Abläufen und gesetzlichen Vorgaben. Allgemein gilt eine vorrangige Anschlussregelung für alle Erneuerbare-Energie-Anlagen. Es gibt einen zivilrechtlichen Anspruch auf den Anschluss.

 

Photovoltaikanlagen haben einen Pluspol und einen Minuspol, mit einem MC4 Stecker werden diese miteinander verbunden und zum Wechselrichter geführt. Das wird dann an den Stromkreis angeschlossen. Um einen Anschluss einer Anlage ans Netz durchzuführen, muss ein Fachbetrieb gemäß § 14 NAV (Niederspannungsanschlussverordnung) im Installateurverzeichnis des örtlichen Stromversorgers/Netzbetreibers eingetragen sein. 

 

  1. Anmeldung: Netzbetreiber müssen vom Vorhaben informiert werden. 

  2. Prüfung: Einspeise- und Netzanschlussmöglichkeiten müssen in einer netztechnischen Stellungnahme als möglich kommuniziert werden

  3. Errichtung und Inbetriebnahme: Bestätigung des Netzanschlusses, des Anschlussnutzungsverhältnisses, und der Einspeisung

  4. Dokumentation: Inbetriebnahmenachweis

Nachdem Sie den Ablauf des Netzanschlusses nun kennen, betrachten wir im nächsten Abschnitt die rechtlichen Grundlagen für den Anschluss Ihrer PV-Anlage.

 

Anschluss von Solaranlagen § 8 EEG

Wenn man eine Solaranlage an das öffentliche Netz anschließen möchte, muss dies im Vorfeld beim Netzbetreiber angefragt werden. Der Netzbetreiber hat dann vier bis acht Wochen Zeit, auf das Anschlussbegehren zu reagieren. Die Anwesenheit des Netzbetreibers beim Anschluss ist nicht zwingend nötig. 

 

Foto große Solaranlage auf Dach in Stadt

 

Nachdem die rechtlichen Grundlagen geklärt sind, betrachten wir nun die technischen Anforderungen, die beim Anschluss einer PV-Anlage zu beachten sind.

 

Technische Anschlussbedingungen für Photovoltaik

Die technischen Anschlussbedingungen sind ein Regelwerk für den Netzanschluss. Es beschreibt die technischen Anforderungen, die erfüllt werden müssen, um an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu werden. Dies soll die Integration von Energieerzeugungsanlagen stabil und sicher ermöglichen. Besonders die Netzstabilität ist ein wichtiges Thema mit steigenden Zahlen bei dezentralen PV-Anlagen. Auch Entwicklungen in der Elektromobilität verändern die Belastung der Verteilernetze.

 

Bei den meisten Netzbetreibern beziehen sich die technischen Anschlussbedingungen auf die VDE-Anwendungsregel VDE-AR-N 4105. In dieser Anwendungsregel sind die technischen Anforderungen genau gelistet, so soll in ganz Deutschland der Qualitätsstandard einheitlich sein. 

 

Im Folgenden erfahren Sie im genauen Überblick, welche technischen Anforderungen Sie beim Anschluss Ihrer PV-Anlage erfüllen müssen.

 

Erfülle ich die technischen Anschlussbedingungen?

Die meisten Anforderungen sind bereits erfüllt, wenn man qualitativ hochwertige Produkte auswählt und Fachbetriebe zum Einbau einstellt. Primär liegt die Verantwortung, die technischen Anschlussbedingungen zu erfüllen, bei dem jeweiligen Elektroinstallateur. Die wichtigsten technischen Anforderungen sind wie folgt:

 

  • Netz- und Anlagenschutz

Der NA-Schutz ist im Wechselrichter integriert und überwacht das Stromnetz. Bei Störungen im Netz oder bei der PV-Anlage kann der Netzanschluss automatisch getrennt werden. Bei Stromausfällen könnten sonst beispielsweise Elektriker am Stromnetz gefährdet werden, falls die Anlage noch Strom ins Netz lassen würde.

 

  • Blindleistungsmanagement

Moderne Wechselrichter haben die Funktion, dass sie eine sogenannte Blindleistung bereitstellen. Dadurch wird die allgemeine Spannung des Stromnetzes stabilisiert. Alle nach VDE-AR-N 4105 zertifizierten Wechselrichter haben diese Funktion.

 

  • Zählerplatz Anforderungen

Bei Zählerschränken gibt es oft unvorhergesehene Kosten. Es gibt genaue Richtlinien, wie ein Zählerschrank auszusehen hat, um eine Photovoltaikanlage sicher integrieren zu können. Da viele “normale” Zählerschränke diese Richtlinien nicht erfüllen, kann es zu mehreren hundert Euro Austauschkosten kommen, zum Beispiel wenn ein Zweirichtungszähler oder ein Einspeisezähler erst integriert werden muss. 

 

Erfülle ich die technischen Anschlussbedingungen?

Die meisten Anforderungen sind bereits erfüllt, wenn Sie qualitativ hochwertige Produkte auswählen und Fachbetriebe mit dem Einbau beauftragen. Primär liegt die Verantwortung, die technischen Anschlussbedingungen zu erfüllen, bei dem jeweiligen Elektroinstallateur.

 

Wo finde ich die technischen Anschlussbedingungen?

Die genauen Anschlussbedingungen werden von den jeweiligen Verteilnetzbetreibern veröffentlicht. Suchen Sie einfach nach TAB + Ihrem Wohnort.

 

Wichtig: Auch für Balkonkraftwerke sind die Richtlinien nach VDE-AR-N 4105 gültig. Der Anmeldungsprozess ist jedoch deutlich einfacher.