Solaranlage reinigen
Eine Photovoltaik-Anlage kann extrem viel Geld sparen. Doch sie muss gepflegt werden, wie viele andere Alltagsgegenstände auch. Wenn man sich für eine Solaranlage entscheidet, dann tut man dies nicht nur mit dem Gedanken, etwas Gutes für die Umwelt zu tun, sondern auch weil man sich erhofft, dass sie eine lange Nutzungsdauer aufweist. Wenn man für die Anschaffung zusätzlich eine Förderung erhalten hat, ist es oft eine Voraussetzung, die Anlage eine bestimmte Dauer zu betreiben.
Warum soll man eine PV-Anlage reinigen?
Ein wichtiger Punkt in der Instandhaltung von Solaranlagen ist, neben der Wartung, die Reinigung. Ein weiterer Punkt für eine regelmäßige Reinigung ist, dass die Solaranlage weniger Sonnenlicht einfängt und somit weniger Strom produziert, wenn auf ihr Laub, Staub und Pollen liegen und die Module verschmutzen. Je nach Standort kommen unterschiedliche Arten von Verunreinigungen und Ablagerungen hinzu, etwa Blätter, Insekten, Vogelkot, Sand, Ruß sowie Moos oder Flechten durch Umwelteinflüsse und Emissionen. Eine Schmutzschicht auf der Oberfläche der Photovoltaikmodule blockiert die Sonneneinstrahlung, verursacht Verschattung und Ertragseinbußen. Daher kann eine Reinigung Ertragssteigerung von 10-30% bedeuten.
Besonders Vogelkot ist auf Solarpaneelen problematisch, weil schon einzelne verschmutzte Stellen den Ertrag spürbar mindern können.
Zudem sichert Ihnen eine bedarfsgerechte Reinigung nicht nur Ertrag, sondern verlängert auch die Lebensdauer der PV-Anlage. Dies liegt an dem sogenannten Hotspot Effekt, bei dem einzelne Zellen, die weniger Strom liefern als andere, deutlich überhitzen. Im schlimmsten Fall kann dies ein Feuer auslösen.
Kann man seine Solaranlage selbst reinigen?
Man kann seine Solaranlage selbst reinigen oder eine professionelle Reinigungsfirma bestellen. Die Kosten einer professionellen Reinigung belaufen sich auf circa 150-300 Euro. Tipp: Überprüfen Sie, ob Sie die Kosten steuerlich absetzen können. Dies kann über die Einkommenssteuer getan werden.
Wenn Sie sich diese Kosten ersparen möchten, lohnt es sich, eine (ausziehbare) Teleskopstange sowie eine Teleskopbürste zu kaufen. Die Kosten belaufen sich einmalig auf etwas mehr als 100 Euro, allerdings sind dies die einzigen Kosten, die für Sie anfallen. Mit diesen Materialien können Sie Ihre Solaranlage dann selbst mehrmals reinigen.
Bei Hausdächern raten wir Ihnen, einen Experten zu beauftragen, da es ohne Schulung sehr gefährlich werden kann. Gerade bei steilen Dächern stellen solche Arbeiten ein besonderes Risiko dar, weshalb man ohne Fachkenntnisse nicht selbst Hand anlegen sollte. Wenn man es jedoch selbst machen will, sollte man in jedem Falle Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Oft lässt sich die Reinigung zudem mit der Wartung kombinieren, was Zeit und Kosten spart.
Wie reinigt man seine Solarmodule selbst?
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Bevor Sie anfangen, die Solaranlage zu reinigen, ist es wichtig, den Strom vorher abzuschalten. Damit stellt man sicher, dass man beim Reinigen keinen Stromschlag erleidet. Am besten hält man sich bei der Reinigung deswegen auch von der Verkabelung fern.
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Hartnäckigen Schmutz entfernen: Die Solaranlage hat ihren festen Platz draußen. Bei den unterschiedlichsten Wind- und Wetterbedingungen ist es kein Wunder, dass die Solaranlage einiges an Schmutz ansammelt. Nutzen Sie einen Solarmodulreiniger oder sanfte Reinigungsmittel. Diese sollten gut abgespült werden, sodass keine Seifenreste auf den Modulen bleiben. Sie können allerdings auch komplett auf Reinigungsmittel verzichten und stattdessen klares Wasser mit wenig Druck verwenden.
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Nutzen Sie in keinem Falle einen Hochdruckreiniger, da dieser Sprünge und Risse bei den Solarmodulen erzeugen kann. Beschädigte oder stark verschattete Stellen können zudem einen Hot-Spot-Effekt verursachen, der zu Überhitzung und im Extremfall zu Brand führen kann, weshalb man bei Unsicherheit lieber eine professionelle Reinigung beauftragen sollte. Fachbetriebe setzen dabei meist kalkarmes Wasser ein, um Solarpaneele schonend und ohne Kalkflecken zu reinigen.
Wann sollte man seine Solaranlage reinigen?
WechselJetzt.de empfiehlt, die Solaranlage nach Bedarf zu reinigen, denn dieser ist je nach Standort und Umwelteinflüssen unterschiedlich. In der Praxis ist eine Reinigung grundsätzlich alle ein bis sechs Jahre sinnvoll.
In städtischen Gebieten reicht oft ein Intervall von drei bis sechs Jahren, in ländlichen Regionen ist eine Reinigung eher alle ein bis drei Jahre sinnvoll, und bei viel Pollenflug oder Landwirtschaft kann auch eine jährliche Reinigung angebracht sein.
Ein guter Zeitpunkt ist im April, da Sie so sicherstellen, dass Sie gut auf die sonnigsten Monate im Jahr vorbereitet sind und die Solaranlage den höchstmöglichen Ertrag einfängt.
Im Herbst lohnt es sich, aufgrund des Laubs öfter zu kontrollieren, ob die Module frei sind, im Winter aufgrund des Schnees, denn selbst wenn nur ein Modul verschmutzt ist, verringert dies die Leistung der anderen Solarmodule. Mindestens eine jährliche Sichtprüfung der Photovoltaikanlage ist daher ebenfalls sinnvoll, auch wenn nicht jedes Jahr gereinigt werden muss.
Je geneigter die Solaranlage ist, desto eher werden Verschmutzungen durch Regen und Schnee fortgespült, sodass Regenwetter einen Teil der Selbstreinigung übernehmen kann. Bei Anlagen auf dem Boden ist das jedoch leichter zu kontrollieren als auf dem Dach.
Wir stehen Ihnen gerne jederzeit als Ansprechpartner per E-Mail (info@wechseljetzt.de) oder auch telefonisch montags bis freitags von 09:00 bis 17:30 Uhr unter unserer kostenlosen Servicenummer (040 – 60 590 121) zur Beratung zur Verfügung.
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