Täglich ändern sich die Strompreise in Deutschland. Verbraucher:innen müssen sich stetig auf neue Strompreise einstellen. In den letzten Jahren stiegen die Strompreise kontinuierlich an. Wird der Strompreis 2026 wieder sinken oder steigen? (Stand: Mai 2026)

Von 2013 bis 2021 waren die Preisanstiege noch relativ gering. Die Strompreise in Deutschland lagen vor 2021 bei moderaten Werten um die 27-30 Cent pro kWh. Seit dem Winter 2021 hat sich der Energiepreis jedoch stark erhöht. Im Jahr 2022 stiegen die Strompreise infolge der Energiekrise zeitweise sogar auf über 43,02 Cent pro kWh. Anfang 2023 lag der Durchschnitt bei 41,44 Cent pro Kilowattstunde. 2023 und 2024 sank der Strompreis wieder - mitunter wegen der Strompreisbremse. Millionen Personen in Deutschland sind von diesen Entwicklungen betroffen und interessieren sich für Strompreisvergleiche. Was passiert 2026 mit der Preisentwicklung und wie wirken sich die momentanen Spannungen auf die Preise aus? Hier erfahren Sie alles zur Entwicklung der Strompreise.
Die Preisangaben beziehen sich auf einen Verbrauch von 4000 kWh pro Jahr.
Woraus besteht der Strompreis?
Um zu verstehen, warum sich der Preis verändert, ist es wichtig, die Zusammensetzung des Strompreises zu kennen. Dieser setzt sich aus Energielieferung und den Beiträgen zur Netznutzung sowie den Beiträgen zu staatlichen Abgaben, Steuern und Umlagen zusammen. Nur die Kostenquellen der Energielieferung sind vom jeweiligen Stromversorger beeinflussbar. Trotzdem hängen auch diese Preise von den Einkaufspreisen an der Strombörse ab. Besonders bei dynamischen Stromtarifen, die an den Börsenpreis gekoppelt sind, sind die Veränderungen des Einkaufspreis bemerkbar.
Warum beeinflusst der Gaspreis den Strompreis?
Der Gaspreis wirkt sich nach wie vor stark auf die Strompreise aus. Steigt der Preis für Gas, zieht der Strompreis in der Regel kurz darauf mit, weil Strom an den Märkten nach dem teuersten Erzeuger bemessen wird – und fossile Gas‑Kraftwerke gehören zu diesen teuren Quellen. Dies ist auch als Merit-Order-Effekt bekannt, bei dem die teuerste zur Deckung der Nachfrage benötigte Kraftwerksart den Börsenpreis bestimmt. Der Börsenstrompreis wird dabei maßgeblich durch Angebot und Nachfrage an der Strombörse festgelegt und kann sich in kurzen Intervallen, etwa auf der EPEX Spot Plattform, verändern.
Zwar kommt mittlerweile immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien, doch Erdgas bleibt weiter ein wichtiger Brennstoff für die Stromerzeugung. Wenn die Kosten für Gas steigen, verteuern sich damit automatisch auch die Erzeugungskosten für Strom aus diesen Anlagen und drücken den Gesamtpreis am Markt nach oben. Gleichzeitig beeinflussen die Nachfrage an der Strombörse sowie der Anteil von Wind- und Sonnenstrom die Preisbildung: Steigt die Nachfrage oder ist der Anteil erneuerbarer Energien gering, steigen die Preise, während ein hoher Anteil an Wind- und Sonnenstrom die Börsenpreise durch den Merit-Order-Effekt senken kann.
Wie entstehen Preiserhöhungen?
CO2-Steuer
Die Preiserhöhungen der Strompreise können unterschiedliche Gründe haben. Zum einen steigen die gesetzlich vorgeschriebenen Preisbestandteile, wie die Netzentgelte oder die CO2-Steuer. Die CO2-Steuer sorgt dafür, dass Anbieter, die viel CO2 produzieren, teurer werden. Es lohnt sich darum, zu Stromanbietern zu wechseln, die Ökostrom anbieten, da dieser weniger besteuert wird. Es wird immer mehr Strom und mehr Wärme durch erneuerbare Energie produziert. Fossile Energieträger werden somit immer weniger relevant und es liegt kein Monopol mehr beim Erdgas.
Netzentgelte
Für viele Netzregionen steigen die Strompreise auch wegen der Netzentgelte, also der Kosten für Bau, Betrieb und Instandhaltung des Stromnetzes. In der aktuellen Entwicklung für 2026 werden diese Entgelte zwar im Durchschnitt eher gesenkt, die Höhe variiert aber je nach Region deutlich. Diese Kosten werden von den Stromanbietern vorerst übernommen, jedoch häufig direkt an die Kund:innen weitergeleitet, was sich ebenfalls im Strompreis widerspiegelt.
Die Corona Krise
Nach dem Winter 2021/2022 stiegen die Strompreise stark an, vor allem wegen der hohen Energienachfrage nach der Corona-Krise und der angespannten Lage am Gasmarkt. Erst als sich die Gasspeicher Ende 2022 wieder füllten und sich der Markt beruhigte, gingen die Strompreise allmählich zurück.
Ukraine Konflikt
Auch der Russland-Ukraine-Konflikt beeinflusste die Strompreise in 2022/23 stark. Weil Deutschland lange einen großen Teil seines Erdgases aus Russland bezogen hat und Gas auch zur Stromerzeugung genutzt wird, haben die Knappheit und die höheren Gaspreise die Stromkosten nach oben getrieben.
Wenn der Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranschreitet, wird Deutschland unabhängiger von Erdgas und damit auch weniger anfällig für steigende Gaspreise. Dadurch dürfte sich der Einfluss des Konflikts auf den Strompreis langfristig verringern. Die Entwicklung der Strompreise wird dabei stark vom Ausbau der erneuerbaren Energien, der Digitalisierung des Strommarkts und regional unterschiedlichen Netzentgelten beeinflusst.
Strompreisentwicklung im Laufe der Zeit
In der Grafik ist die Strompreisentwicklung seit 2018 zu sehen. Wie man erkennen kann, ist der Strompreis zu beginn relativ konstant gewesen. Zwischen den Jahren 2021 und 2022 gab es die brisanteste Entwicklung, bei der der Strompreis in die Höhe geschnellt ist. Die Faktoren für die Preisentwicklung waren, wie bereits erwähnt, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Konflikts auf die Wirtschaft. Danach sank der Strompreis langsam wieder auf ein niedrigeres Niveau.
Aktuelle Strompreisentwicklung

Strompreis 2026
Die Strompreise sanken zu Beginn des Jahres, stiegen jedoch infolge des Iran-Krieges wieder an. Im Vergleich zum Ukraine Krieg war der Anstieg jedoch deutlich niedriger. Sollte der Krieg jedoch anhalten, könnte dies zu einem weiterhin erhöhten Strompreis führen. Dass dies bisher noch nicht der Fall ist, liegt an den bisher moderaten Anstiegen bei langfristigen Gaspreis-Verträgen.
Strompreis 2025
Für Neukunden lag der Strompreis bei etwa 27 Ct/kWh. Der tatsächliche Durchschnittspreis, den Haushalte 2025 zahlten, lag bei 39,6 Cent pro Kilowattstunde. Die neue Bundesregierung hat des Weiteren die Strompreise um mindestens 5 Ct/kWh gesenkt, durch eine Reduzierung der Stromsteuer und eine Entlastung der Netzentgelte.
Strompreis 2024
2024 sanken die Preise für Strom weiter, dies lag an stabilen Märkten und auch an dem Ausbau von erneuerbaren Energien.
Strompreis 2023
Die Strompreise sind im Jahr 2023 gesunken. Dies lag unter anderem an der Strompreisbremse und der Einstellung auf weniger Gaslieferungen aus Russland. So konnte die Bundesregierung die Gaspreise besser einkalkulieren. Dadurch wurden auch die Strompreise berechenbarer. Durch die Diversifizierung des Energiemarktes sanken Strompreise und auch die Preise für Erdgas. Deutschland wurde immer unabhängiger vom Gas, da immer mehr erneuerbare Energien genutzt wurden. Dies entspannte die Lage auf dem Energiemarkt.
Strompreis 2022
Der Strompreis stieg 2022 weiterhin. Fast alle regionalen Stromanbieter haben ihre Preise 2022 erhöht, wobei die durchschnittliche Erhöhung bei 20% im Vergleich zum Vorjahr lag. Die Entwicklung des Strompreises war teilweise abhängig vom Gaspreis (Stromentwicklung durch Gas) da dieser auch im Jahr 2022 weiter gestiegen ist, war dies leider auch der Fall für den Strompreis. Um die Verbraucher zu entlasten, wurde die EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 abgeschafft.
Was können die Verbraucher gegen die Preisschwankungen tun?
Die instabilen Verbraucherpreise der vergangenen Jahre auf dem Strommarkt brachten erhöhte Nebenkosten und somit eine wachsende Belastung bei den Verbraucher:innen mit sich. Um einen starken Preisunterschied auf der nächsten Jahresendabrechnung zu vermeiden, sollte der Stromanbieterwechsel jährlich durchgeführt werden. Denn ein Anbieterwechsel kann für Kunden oft zu Ersparnissen von mehreren hundert Euro führen.
Ein Strompreisvergleich mit individuell anpassbaren Einstellungen, detaillierten Infos zu Tarifen, Abrechnung und Serviceleistungen hilft, die beste Option für den eigenen Haushalt und den jährlichen Stromverbrauch zu finden. Die Sicherheit der persönlichen Daten ist beim Strompreisvergleich und Anbieterwechsel jederzeit gewährleistet.
Wird der Strompreis 2026 sinken?
Die Strompreisentwicklung 2026 hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Füllstand der Gasspeicher oder dem Ausbau der Energien aus erneuerbaren Quellen. Allgemein wurden die Netzentgelte Anfang des Jahres 2026 gesenkt: Durchschnittlich um 17,6%, jedoch gibt es starke regionale Unterschiede.
Der CO2-Preis wird 2026 wieder erhöht und liegt nun bei 55€ - 65€ pro Tonne, auch das kann einen Einfluss auf die Strompreise haben. Auch die Umlagen für Strom steigen, dies sorgt wiederum für höhere Strompreise. Allgemein sollen die Strompreise jedoch wieder sinken, aufgrund der Reduktion der Netzentgelte. Langfristig wird erwartet, dass durch den Ausbau der erneuerbaren Energien die Strompreise weiter sinken.
Fazit: Prüfen und Wechseln!
Es lohnt sich, Ihren Strompreis stets im Blick zu behalten und regelmäßig zu wechseln. Durch das jährliche Wechseln können Sie sich jedes Jahr aufs Neue Boni sichern. Schauen Sie doch einmal auf unserem Stromrechner nach einem neuen Stromanbieter mit günstigen Tarif und wechseln Sie in nur fünf Minuten den Anbieter!
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