Stromspartipps - Effektiv Strom sparen

Die Strom- und Gaspreise steigen und Verbraucher:innen haben wenige Handlungsmöglichkeiten. Was bleibt, ist die Option des Stromsparens! Wir von WechselJetzt.de haben für Sie alle wichtigen Tipps zum Thema Strom sparen zusammengefasst. So können Sie neben einem Stromanbieterwechsel durch diese Tipps eine Menge Geld und Strom sparen.

Fakt ist: Durch technische Anpassungen, andere Verhaltensweisen und energieeffizientere Geräte können Sie hunderte Euros sparen.

Stromverbrauch

In der obigen Grafik sehen Sie, dass Herd, Wasserkocher, Ofen etc. am meisten Strom verbrauchen. Direkt darauf folgen kühlende Geräte und dann kommen bereits Geräte in der Kategorie "Unterhaltung". In diesem Beitrag finden Sie zunächst sechs Tipps zum Strom sparen. Danach erklärt WechselJetzt.de detailliert, wie bestimme Vorgänge und Prozesse ablaufen und welche Arten des Energiesparens Sie vielleicht zusätzlich ausprobieren können.

31 Tipps zum Strom sparen

 glühbirne

Sparen Sie bei der Beleuchtung

Die Beleuchtung in einem durchschnittlichen Haushalt macht ca. 8% des gesamten Stromverbrauchs aus.

  • Tipp 1: Benutzen Sie LED-Lampen: Die stromfressende Glühbirne ist mittlerweile aus der ganzen EU verbannt und durch die Energiesparlampe ersetzt worden. Durch den Einsatz von LED-Lampen, anstelle der Energiesparlampen, können Sie noch mehr sparen. Schmeißen also auch Sie Ihre letzten Glüh- und Halogenlampen raus und sparen Sie bares Geld.
  • Tipp 2: Streichen Sie Ihre Wohnräume in hellen Farben: Hell gestrichene und auch hell möblierte Räume haben positiven Einfluss auf die Helligkeit. So werden Sie weniger häufig das Licht anschalten.
  • Tipp 3: Achten Sie auf die Energieeffizienzklasse Ihrer Lampen. Diese  Energieeffizienzklassen sind auch auf anderen Geräten zu finden. Je mehr Sie auf diese Labels achten, desto energieeffizienter wird Ihr Haus und Ihr Stromverbrauch sinkt.
gamepad1

Sparen Sie bei der Unterhaltungselektronik

Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Stereoanlagen und PCs machen 10 bis 25% des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten aus.

  • Tipp 4: Benutzen Sie Geräte mit einer höheren Energieeffizienzklasse: Mit einer höheren Energieeffizienzklasse lässt sich Geld und Strom sparen. Daher bietet sich vor dem Kauf eines neuen Gerätes eine kurze Internetrecherche an, um genauere Informationen zu den Güteklassen zu sammeln.
  • Tipp 5: Schalten Sie den Fernseher aus, statt ihn im Hintergrund weiterlaufen zu lassen.
  • Tipp 6: Laptops sind energiesparender als große PCs. Überlegen Sie sich also, ob Sie den großen PC wirklich für jede Art der Unterhaltung oder für die Arbeit anschmeißen.
  • Tipp 7: Viele Menschen kaufen sich neue Geräte, obwohl die alten noch funktionieren. Reizen Sie am besten die Lebensdauer Ihres Tablets, PCs oder Laptops komplett aus. Dann ist der Kauf eines neuen Gerätes auch etwas, worauf Sie sich lange freuen können. Dies kommt vor Allem der Umwelt zugute. Und auch wenn Sie generell neue Geräte mit einer guten Effizienzklasse nutzen sollten, ist das zu schnelle Wegwerfen von Unterhaltungselektronik nicht im Interesse Ihres Geldbeutels. 
 Power

Sparen Sie durch das Vermeiden des Standby-Modus

Der Standby-Modus macht ca. 4% des gesamten Stromverbrauchs in einem durchschnittlichen deutschen Haushalt aus.

  • Tipp 8: Lassen Sie Akku-Ladegeräte nicht an der Steckdose hängen: Akku-Ladegeräte sollten Sie bei Nichtgebrauch aus der Steckdose herausziehen.
  • Tipp 9: Benutzen Sie abschaltbare Steckerleisten: Mit einer abschaltbaren Steckerleiste können Sie den Stromzufluss zu allen damit verbundenen Geräten durch nur einen Knopfdruck beenden.
  • Tipp 10: Fahren Sie den Computer und den Fernseher herunter, statt in den Standby Modus zu gehen. Dies ist auf Dauer auch besser für das Gerät selbst.
 cooker

Sparen Sie beim Kochen und Backen

Auch in der Küche können Sie eine Menge Strom sparen. Insgesamt machen alle Koch- und Back-Elektrogeräte circa 17% des gesamten Stromverbrauchs aus.

  • Tipp 11: Nicht vorheizen: Strom sparen können Sie ganz einfach, indem Sie beim Backen und Kochen den Ofen nicht vorheizen. So können Sie bis zu 20 % an Strom sparen.
  • Tipp 12: Nutzen Sie Umluft statt Ober- und Unterhitze. Dies verbraucht weniger Strom.
  • Tipp 13: Achten Sie beim Wasserkocher auf die Füllmenge - Erhitzen Sie nicht mehr Wasser als Sie auch nutzen.
  • Tipp 14: Töpfe sollten direkt auf die Platten passen, so wird Energie beim Kochen gespart. Außerdem kocht Wasser schneller, wenn sie weniger Wasser nehmen. Hier ist weniger also mehr.
  • Tipp 15: Platzieren Sie Kühl- und Gefrierschränke an einem kühlen Ort: Der Keller ist der beste Ort für Kühl- und Gefrierschränke. Durch eine um einen Grad geringere Raumtemperatur können Sie bereits 3 bis 6 % Strom sparen.
  • Tipp 16: Ihr Kühlschrank muss nicht kälter als 7 Grad sein, damit Ihr Essen kühl genug bleibt.
  • Tipp 17: Auch das regelmäßige Abtauen der Kühl- und Gefrierschränke spart Strom. Es empfiehlt sich, dies zweimal im Jahr zu tun. Weiter unten finden Sie eine Anleitung zum richtigen Abtauen eines Kühl- oder Gefrierschranks. 
  • Tipp 18: Extra Kühlschrank im Keller oder der Garage? Überlegen Sie sich, ob Sie diesen wirklich brauchen. Und wenn ja, kann vielleicht ein energieeffizienter Mini Kühlschrank ausreichen?
  • Tipp 19: Halten Sie Ihre Geräte sauber: Wenn Elektrogeräte schmutzig sind, verbrauchen sie mehr Strom. Ein verkalkter Wasserkocher verbraucht um 1/3 mehr Strom als ein entkalkter Wasserkocher. Das Entkalken geht ganz einfach mit etwas Zitronensäure.
  • Tipp 20: Schließen Sie Ihren Geschirrspüler an die Warmwasserleitung an: So muss die Maschine das Wasser nicht selbst erwärmen und Energie wird gespart.
 clothes

Sparen Sie beim Waschen

Das Wäschewaschen macht in einem durchschnittlichen Haushalt ca. 12 % des gesamten Stromverbrauchs aus

  • Tipp 21: Waschen Sie erst, wenn die Waschmaschine voll beladen ist: Dadurch können Sie nicht nur Strom sparen, sondern auch die Umwelt schonen.
  • Tipp 22: Waschen Sie Ihre Wäsche bei einer geringeren Temperatur: Auch so sparen Sie Geld und Strom.
  • Tipp 23: Viele Waschmaschinen haben einen sogenannten Öko-Modus. Dieser dauert zwar länger, spart aber Strom. Nutzen Sie diesen, wenn Sie es mal nicht eilig haben.
  • Tipp 24: Waschen Sie nicht zu heiß. Moderne Waschmittel reinigen Klamotten auch bei 30 oder 40 Grad.
  • Tipp 25: Nutzen Sie beim Bügeln der Wäsche die Restwärme des Bügeleisens.
  • Tipp 26: Trocknen Sie Ihre Wäsche an der Luft statt im Trockner.
  • Tipp 27: Schließen Sie Ihre Waschmaschine an die Warmwasserleitung an. So erhält die Maschine schon warmes Wasser, der Heizstab wird geschont und Energie wird gespart.
 Badewanne

Strom sparen im Badezimmer

Auch im Badezimmer lohnt es sich, das eigene Verhalten zu überdenken.

  • Tipp 28: Kälter duschen und baden. Manch eine:r mag seine oder ihre heißen Bäder oder Duschen lieben - doch genau diese fressen Strom, falls sie Heizstrom beziehen. Auch wenn Sie Gas beziehen, lohnt sich das Gas sparen. Nebenbei: Heiße Duschen sind auch extrem ungesund für Ihre Haut.
  • Tipp 29: Bauen Sie einen Sparduschkopf ein. So nutzen Sie weniger Wasser und können trotzdem genüsslich duschen.
  • Tipp 30: Zeitschaltuhr für den Warmwasserspeicher: Selten brauchen Sie warmes Wasser bei Nacht, wenn Sie schlafen. Durch eine solche Zeitschaltuhr kann eine Menge Heizstrom (oder Gas) gespart werden.
 new provider

Wechseln zu einem alternativen Stromanbieter!

Viele Möglichkeiten zum Geldsparen bietet ein neuer Vertrag für Gas und Strom. Dadurch können Sie mehrere hundert Euro sparen.

  • Tipp 31: Vergleichen Sie Ihren Tarif mit alternativen Anbietern: Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 kWh kann durch einen Anbieterwechsel bis zu mehrere hundert Euro einsparen.

Die richtige Tarifauswahl kann ganz einfach und schnell mit einem Strom- und Gasvergleich getroffen und der Wechsel in nur wenigen Minuten durchgeführt werden.

Nachdem Sie nun die wichtigstens Stromspartipps kennen, folgen nun Informationen über Energiespargeräte, aufladbare Akkus, die großen Stromfresser, Abtauen des Kühlschranks, die Rolle der erneuerbaren Energien sowie Tipps zum Strom sparen im Eigenheim. 

Energiespargeräte

Es gibt sogenannte Energiespargeräte. Diese sind meist neu und teurer. Aber keine Sorge: Sie müssen nicht alle alten Geräte sofort ersetzen. Doch wenn ein Gerät kaputt geht, ersetzen Sie es mit einem energiesparenden Gerät. Auch wenn das energieeffiziente Gerät etwas teurer ist als das andere, lohnt sich die Investition, weil Sie dadurch später mehr Strom sparen können.

neue Energielabel 1

Durch einen energiesparenden Kühlschrank können Sie zum Beispiel bis zu 200 Euro sparen. Kühlschränke müssen 24 Stunden und sieben Tage die Woche laufen. Gerade bei solchen dauerhaft betriebenen Geräten können Sie viel Strom sparen. Ein energieeffizienter moderner Kühlschrank verbraucht halb so viel Strom wie ältere Modelle! Und wenn Sie der Umwelt wegen besorgt sind, dass Sie ein funktionierendes Gerät entsorgen, um ein energieeffizientes Modell zu kaufen: Seien Sie beruhigt. Auch die Umwelt profitiert ungemein von energieeffizienten Geräten. Dies gilt vor Allem für Geräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine. Bei Tablets und Handys hingegen lohnt es sich mehr, die Lebensdauer des Gerätes auszureizen. Der deutsche Verein Öko Institut e. V. veröffentlicht regelmäßig wissenschaftliche Berichte. Im März 2022 betonen Sie, dass ein Austausch eines alten Geräts mit einem energieeffizienten Gerät lohnt. Die Umweltbelastung ist oft so viel geringer, dass die Auswirkung des Elektroschrotts des alten Gerätes schnell ausgeglichen wird. Doch was ist ein altes Gerät? 

Hier zur Vereinfachung eine Übersicht, wie lange Sie welches Gerät nutzen können. Nach der angegeben Zeit ist es wahrscheinlich, dass Ihr Gerät Sie mehr kostet, als es kosten würde, ein neues zu kaufen. Vorher lohnt es sich, das Gerät zu reparieren.

Gerät Empfohlene Lebensdauer
Ofen 15 bis 20 Jahre
Klimaanlage 10 bis 15 Jahre
Kühlschrank 10 bis 15 Jahre
Boiler 10 bis 15 Jahre
Waschmaschine und Trockner 10 bis 13 Jahre
Stab- oder Handmixer 10 Jahre
Geschirrspüler 9 Jahre
Mikrowelle 9 Jahre
TV-Flachbildschirm 5 Jahre
Notebook 5 Jahre

Generell gilt: Passen Sie Ihre Geräte Ihrem Bedarf an. Wenn Sie einen großen Kühlschrank haben aber nur die Hälfte des Platzes nutzen, verschwenden Sie Strom. Ob Sie Ihr Gerät sofort oder später austauschen bleibt letztendlich Ihrer Kalkulation überlassen.

Aufladbare Akkus

Noch immer nutzen viele Menschen Batterien. Dabei könnte heute jede:r eine Akkuladestation zuhause haben und Akkus nutzen, welche dann wiederverwendet werden können. Damit tun Sie nicht nur der Umwelt etwas gutes sondern auch Ihrem Geldbeutel, denn auf lange Sicht sind Akkus deutlich günstiger als Batterien.

Die großen Stromfresser

Zunächst einmal können Sie alle Geräte, welche eine schlechtere Energieeffizienzklasse als A oder B haben, als Stromfresser bezeichnen. Viel Strom in deutschen Haushalten wird für Kommunikation und Unterhaltung genutzt. Beispiele sind der Computer, der Fernseher, Spielkonsolen, Musikanlagen, Radios, CD Player etc. Und auch das Handy zählt in diese Kategorie. Sie machen ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs in Haushalten aus. 

Ein anderer Stromfresser ist die alte Heizungspumpe. Tauschen Sie diese aus, um 90% des verbrauchten Stroms zu sparen. Weitere, bekannte Stromfresser sind Waschmaschinen, Kühlschränke und Gefrierschränke.

Mit einem Strommessgerät können Sie ganz einfach messen, wie viel eines Ihrer Geräte verbraucht. Dies können sie dann mit dem Verbrauch der energieeffizienten, neueren Geräte im Internet vergleichen. Eine andere Option ist, das Energieeffizienzlabel eines Geräts zu lesen, wo der jährliche Stromverbrauch eines Geräts angegeben ist. So ist es dann möglich, abzuwägen, ob ein Gerät ausgetauscht werden sollte.

Und hier ein weiterer Tipp: Auch ausgeschaltet verbraucht der Computer manchmal Strom. Auch Steh- oder Schreibtischlampen, Drucker und andere Bürogeräte können ausgeschaltet Strom verbrauchen. Ganz sicher können Sie sich nur sein, wenn Sie das Strommessgerät ansetzen oder die Stecker herausziehen. Über ein ganzes Jahr kann sich auch ein kleiner Verbrauch im ausgeschalteten Zustand anhäufen, ziehen Sie also auch im ausgeschalteten Zustand den Stecker.

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8 Tipps zum Abtauen eines Kühlschranks

Das Abtauen des Kühlschranks spart Strom und ist gut für die Umwelt. Es ist allerdings etwas zeitaufwendig. Außerdem müssen Sie den Kühlschrank vom Stromnetz entfernen. Vor Ausflügen oder dem Urlaub, wenn der Kühlschrank bereits leer ist, können Sie dies am allerbesten erledigen. Hier finden Sie 8 Tipps, um Ihren Kühlschrank und Ihr Gefrierfach abzutauen:

  1. Nutzen Sie einen Handfeger, einen Wischlappen und zwei bis drei Küchenhandtücher.
  2. Ziehen Sie als nächstes den Stecker des Kühlschranks aus der Steckdose - so stellen Sie sicher, dass Sie keine Elektroschocks kriegen werden. Es ist sehr risikoreich, den Stecker nicht zu ziehen.
  3. Vergessen Sie vor Allem das Gefrierfach in Ihrem Kühlschrank nicht. Lagern Sie hier stets alle Lebensmittel dicht verschlossen, damit keine Feuchtigkeit entweichen kann. Wenn Feuchtigkeit entweicht, bildet sich nämlich schneller Eis.
  4. Wenn der Kühlschrank und das Gefrierfach leer und abgeschaltet sind, heißt es Warten. Sie können auch eine oder mehrere Schüsseln mit heißem Wasser in die Fächer stellen. So wird der Prozess beschleunigt. Bald werden Sie dann einfach das Eis von den Wänden lösen können. Benutzen Sie dafür kein Messer, um Schäden am Kühlschrank zu vermeiden. 
  5. Wenn das Eis entfernt ist, nutzen Sie die Gelegenheit den Kühlschrank ordentlich zu reinigen. Essig ist hier ein gutes Hausmittel, welches definitiv nicht giftig ist und trotzdem verlässlich Keime abtötet.
  6. Nutzen Sie nun die Küchenhandtücher, um den Kühlschrank reinlich zu trocknen. Je mehr Wasserrückstände bleiben, desto mehr Eis bildet sich. Seien Sie also gründlich.
  7. Reinigen Sie den Wärmetauscher. Dieser befindet sich auf der Rückseite des Kühlschranks. Rücken Sie den Kühlschrank dafür vor. 
  8. Nehmen Sie nun den bereit gelegten Handfeger und fegen Sie auch das Gitter einmal gründlich ab. Falls Sie viel groben Dreck an diesem Gitter finden, können Sie auch den Staubsauger für diesen Schritt benutzen. Rücken Sie den Kühlschrank danach wieder an die Wand - aber nicht zu dicht. So können Sie einen Wärmestau hinter dem Kühlschrank vermeiden und ebenfalls Strom sparen.

Fertig? Herzlichen Glückwunsch, Sie haben soeben aktiv Strom gespart!

Erneuerbare Energien: Windrad, Solaranlage, Ökostrom

Ökostrom

Windrad

Viele Menschen kennen die kleinen Windräder vor Allem aus den 1970er Jahren. Damals hatten sehr viele Häuser eigene kleine Windkraftanlagen im Garten. Dann zog der Staat langsam mit und Windparks wurden in ganz Deutschland errichtet. Doch lohnt sich das kleine Windrad eventuell noch immer oder gerade wieder?

Ein eigenes kleines Windrad lohnt sich nur für den Eigenverbrauch. Es kann die perfekte kleine Ergänzung zur eigenen Solaranlage sein. Überprüfen Sie das Windpotenzial in Ihrem Garten. Es muss dort sehr windig sein (und nicht windgeschützt), sonst lohnt sich die Investition nicht. Ein kleines Windrad mit einer Leistung von 2,5 kW kostet bereits circa 12.500 €. Meist wird gesagt, dass eigene Windräder sich für ein einzelnes Haus nicht lohnen. Diese Investition lohnt sich aber zum Beispiel für Bauernhöfe, die mehr Strom verbrauchen und ihr Windrad auf dem windigen Feld aufstellen können. Auch dann ist zu bedenken: Ein einzelnes Windrad mit einem Rotordurchmesser von einem Meter kann ungefähr 30 Euro im Jahr sparen, da ungefähr 96 kWh im Jahr erzeugt werden. Bei einem Windrad mit einem Rotordurchmesser von zwei Metern sind es allerdings bereits 384 kWh (das vierfache), also 120 Euro im Jahr. Je größer das Windrad, desto höher der Ertrag. Sie brauchen also Platz und Wind.

Beim Windrad gilt, je mehr Geld Sie investieren, desto mehr Leistung können Sie erwarten. Es lohnt sich also mehr auf Qualität zu setzen als auf die Schnäppchenjagd. 

Solaranlage

Auch die Solaranlage kann langfristig sehr viel Geld für Sie sparen. Wenn Sie vor Juli 2022 noch eine Einspeisevergütung beantragen, kriegen Sie die nächsten 20 Jahre eine Vergütung pro kWh gezahlt, welche Sie ins öffentliche Netz einspeisen. Aber sogar ohne die Einspeisevergütung können Sie durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau einen bezuschussten Kredit aufnehmen, um eine Solaranlage auf Ihr Dach zu bauen. Damit wären Sie danach unabhängig vom Strompreis und könnten sich selbst versorgen. Viel mehr Informationen über Solaranlagen können Sie in unseren Beiträgen über Photovoltaik finden.

Ökostrom

Ökostrom wird immer günstiger. In manchen Orten ist Ökostrom bereits günstiger als viele herkömmliche Stromtarife. Oft sind es nur wenige Cent pro Jahr, die Sie mehr oder weniger für Ökostrom zahlen. Und die Zukunft wird noch günstigeren Ökostrom bringen, weil Erdgas knapp ist. Zur Stromerzeugung wird oft Erdgas genutzt. Wenn dieses seltener verfügbar ist, wird der Preis steigen. Dies wirkt sich auf Stromtarife aus, welche herkömmlichen Strom aus Gaskraftwerken anbieten. So wird Ökostrom verhältnismäßig immer günstiger werden. Es lohnt sich also schon jetzt, sich in unserem Ökostromrechner einmal nach Ökostrom Tarifen umzusehen.

Zusätzlich entsteht bei der Produktion von Ökostrom weniger CO2. Mit einem Wechsel zu Ökostrom kompensieren Sie ca. 1500 kg CO2 bei einem Verbrauch von 3.500 kWh. Dieselbe Menge kann jährlich von 125 großen Bäumen kompensiert werden.

Steckdose

Stromverbrauch im Home Office

Gerade durch die Corona Pandemie arbeiten heute viele Menschen im Home Office. Auch hier sollten Sie auf energieeffiziente Geräte achten. Verwenden Sie einen Laptop anstelle eines großen Computers. Tatsächlich verbrauchen Laptops 50% weniger Strom. Nutzen Sie den Drucker nur, wenn es wirklich nicht anders geht. Es ist ebenfalls gut, den Schreibtisch nah ans Fenster zu stellen. So können Sie natürliches Sonnenlicht statt einer Schreibtischlampe nutzen. Dies ist auch gut für Ihre mentale Gesundheit.

Eine weitere Versuchung, wenn man den ganzen Tag zuhause ist, ist es nebenbei Fernseher, Lampen, Heizungen etc. überall laufen zu lassen. Jeder einzelne Raum des Hauses verbraucht Strom. Überlegen Sie sich also, ob Sie für die anderen Räume nicht einfach alle Stecker ziehen, während Sie im Home Office arbeiten. So gibt es auch weniger Ablenkung. Aber Achtung: Ziehen Sie nicht aus Übermut Kühlschrank und Gefrierschrank ab!

Stromfresser

Stromkosten

Insgesamt lassen sich Stromkosten also deutlich reduzieren, wenn Sie einige Dinge in Ihrem alltäglichen Leben verändern. Diese Veränderungen mögen aufwendig erscheinen, doch gehen Sie es einfach Stück für Stück an. Machen Sie sich einen langfristigen Plan, in welchem Sie langsam jeden Raum des Hauses energieeffizient machen. Achten Sie darauf, wie lange Sie welches Gerät benutzen. Schnell wird Ihnen Ihr Geldbeutel und das Klima danken!

Stromverbrauch berechnen

Stromverbrauch

In Deutschland werden im Jahr circa 556,5 Milliarden kWh verbraucht. Im Durchschnitt sind das pro Kopf 1.770 kWh im Jahr. Tatsächlich ist der Verbrauch in Thüringen am geringsten (Durschnitt 1.424 kWh). Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 1.500 kWh folgt Mecklenburg-Vorpommern. Den höchsten Stromverbrauch pro Kopf gibt es im Saarland mit 2.090 kWh. Damit Sie sich ein Bild machen können, wie gut Ihr Stromverbrauch ist, haben wir hier eine Grafik für Sie bereitgestellt:

Ist Ihr Verbrauch im roten Bereich? WechelJetzt.de empfiehlt dann, aktiv mit dem Strom sparen zu beginnen.

Stromrechner

In unserem Stromrechner können Sie die Preise verschiedener Anbieter zugeschnitten auf Ihren Verbrauch und Ihre Postleitzahl vergleichen. Kostenlos und ganz einfach können Sie hier das ganze Jahr über Wechseln. Der Wechsel lohnt sich aufgrund der Neukundenboni und Sofortboni immer. Auch können Sie so sicherstellen, dass Ihr Stromanbieter nicht heimlich die Preise erhöht und Sie einfach weiter im selben Tarif sind. Schauen Sie doch einfach mal, was der günstigste Tarif bei Ihrem Verbrauch ist!