Ökostrom Vergleich 2022: Fair & kostenlos!

Heutzutage zählt für viele Verbraucher nicht nur ein günstiger Stromanbieter, sondern auch einen Anteil daran zu haben, auf erneuerbare Energien umzusteigen und die Energiewende hierzulande zu unterstützen. Der einfachste Weg dies zu tun ist der Wechsel zu einem Ökostromanbieter.

Wie kann ich zu einem Ökostromanbieter wechseln?

Nutzen Sie unseren Ökostrom Vergleich, um kinderleicht, den für Sie passenden Tarif zu finden, und in nur wenigen Minuten zu einem Ökostromanbieter zu wechseln.

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1. Ökostromanbieter vergleichen   2. Ökostromanbieter aussuchen   3. Ökostromanbieter wechseln
             Einfach den jährlichen                      Stromverbrauch und Wohnort           in den Ökostromrechner eingeben                    Wunschtarif aussuchen                   und Wechselantrag ausfüllen                    Antrag abschicken                    und in Ruhe Geld sparen 


Was ist Ökostrom?

Ökostrom ist kein geschützter Begriff und hat daher unterschiedliche inhaltliche Auslegungen. Laut dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) bezeichnet Ökostrom elektrische Energie, die zu mindestens 50% aus erneuerbaren Energien gewonnen und somit umweltschonend erzeugt wird. Dazu zählen beispielsweise Windkraft, Wasserkraft, Biomasse, Geothermie, Klär- und Deponiegas (meist aus Hausmüll), Photovoltaik und Solarthermie. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen ist die Erzeugung von Ökostrom quasi CO2-neutral. Fossile Brennstoffe sind im Gegensatz zu erneuerbaren Energien nicht unbegrenzt verfügbar. Durch die Nutzung von Ökostrom werden die fossilen Ressourcen geschont. In Deutschland macht Ökostrom etwa 45% der Bruttostromerzeugung aus. In der folgenden Grafik sehen Sie, wie sich die verschiedenen Ökostrom Alternativen in Deutschland im Jahr 2020 verteilen (Quelle: Statista).

Erneuerbare Energien

Wie ersichtlich, wird mehr als die Hälfte der erneuerbaren Energie durch Windkraft erzeugt. Dabei werden 42% Onshore und 11% Offshore erzeugt. Photovoltaik sorgt für ein Fünftel des Stroms aus erneuerbarer Energie. Biomasse folgt mit 18% und Wasserkraft mit 7%. Hausmüll hat derzeit den kleinsten Anteil mit 2%.

Wie wird Ökostrom erzeugt?

Ökostrom “kommt” aus erneuerbaren Energien. Der Vorteil hierbei ist, dass der Strom umweltschonend erzeugt wird und die Ressourcen wie beispielsweise die Sonne, Wasser und Wind unbegrenzt verfügbar sind.

Windturbine

Windkraft: Bei dieser Methode wird die Energie aus Windkraftanlagen gewonnen, welche die natürliche Kraft des Windes nutzen. Der Wind treibt einen elektrischen Generator an, welcher die Energie in elektrische Energie umwandelt. Die meisten Windkrafträder stehen in großen Windparks, die “onshore”, auf dem Land, oder auch “offshore”, vor der Küsten stehen. Die Anlagen vor den Küsten erzeugen durch den stärkeren und konstanteren Wind mehr Strom, allerdings ist die Errichtung teurer.

Wasserkraft Wasserkraft: Bei der Wasserkraft gibt es unterschiedliche Methoden aus Wasser Energie zu erzeugen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Laufwasserkraftwerk und Speicherkraftwerk. Beim Laufwasserkraftwerk bezieht man den Strom aus der kinetischen Energie des strömenden Flusses. Das Wasser fließt über Schaufeln einer Turbine in das Kraftwerk und der verbundene Generator wandelt die Rotationsbewegung in elektrische Energie um. Speicherkraftwerke funktionieren durch die potenzielle Energie des Wassers. Hier wird das Wasser zuerst in einem höhergelegenen Speicherbecken gesammelt, welches oft künstlich angelegt ist. Über Rohrleitungen wird das Wasser zu Turbinen geleitet, welche dahingehend die Stromgeneratoren antreiben. Die Fallhöhe des Wassers spielt also ebenfalls eine Rolle. Je höher das Gefälle ist, desto mehr Druck hat das Wassers und desto mehr Strom kann erzeugt werden.
Biomasse

Biomasse: Der Begriff Biomasse hat mehrere Definitionen. In der Energietechnik beschreibt man mit ihm alle biotischen Stoffe, die Energie speichern und damit als Energiequellen genutzt werden können. Die Biomasse besteht also aus organischen Reststoffen wie Pflanzen, Holz, Stroh oder Gülle, die von Mikroorganismen in Fermentern zersetzt werden. Dabei entstehen durch die chemischen Vergärungsprozesse Gase. Bei diesem Prozess wird auch Wärme freigesetzt. Diese Gase werden zur Herstellung von Strom oder zur Wärmeversorgung aufbereitet und können problemlos ins Erdgasnetz geleitet werden. Die übriggebliebene Biomasse kann als natürlicher Dünger weiterverwendet werden. 

Klär- und Deponiegas: Hausmüll kann mithilfe von Klär- und Deponiegas Strom erzeugen. Der Abbauprozess von Hausmüll zu Klär- und Deponiegas und der darauffolgenden Umwandlung zu Strom funktioniert genauso wie die Umwandlung von Biomasse zu Strom.

Geothermie Geothermie: Geothermie wandelt Erdwärme mit der Dampfturbinentechnik in elektrischen Strom um. In Geothermiekraftwerken wird Wasser in unterirdische Leitungen durch Wärmereservoirs geführt. Zurück an der Oberfläche, treibt das heiße Wasser eine Dampfturbine an, welche über einen Generator Strom umwandelt. Das abgekühlte Wasser wird zurück geleitet.
Photovoltaik Photovoltaik: Diese Anlagen bestehen aus Modulen, welche wiederum aus Solarzellen bestehen. Solarzellen wandeln Sonnenlicht in Strom um. Licht besteht aus Photonen, sogenannten Trägern der elektromagnetischen Strahlung, welche auch Lichtteilchen genannt werden. Diese haben zwar keine Masse, dafür aber Energie. Diese Energie sorgt dafür, dass wenn die Lichtteilchen auf Halbleiter oder Metalle treffen, die Elektronen herausgelöst und frei beweglich werden. Durch diese entstandene Spannung kommt es zum Stromfluss.
Solarthermie Solarthermie: Diese Methode funktioniert ebenfalls durch Sonnenenergie, allerdings nutzt man nicht das Licht, sondern die Wärme. In einem Solarkollektor befindet sich eine Flüssigkeit, die durch die Sonne erhitzt wird. Eine Pumpe transportiert die Flüssigkeit über einen Rohrkreislauf zu einem Speicher. Die Wärme wird über einen Wärmetauscher abgegeben und die abgekühlte Flüssigkeit fließt zurück zum Solarkollektor.

Ist Ökostrom teurer?

Ökostrom wird in den letzten Jahren immer beliebter. Die meisten Leute denken, dass Ökostrom teurer ist als normaler Haushaltsstrom. Die Annahme ist häufig, dass Ökostrom mehr Kosten verursacht, da er umweltschonender erzeugt wird. Allerdings ist Ökostrom nicht teurer als normaler Haushaltsstrom. Die Bundesnetzagentur führte 2020 einen Preisvergleich von mehr als 1.200 Stromtarifen in Deutschland durch. Vergleicht man Ökostrom mit den Grundversorgungstarifen ist dieser circa 2 Cent pro Kilowattstunde günstiger. Ökostrom ist somit nicht unbedingt teurer als der konventionelle Strom.

Was kostet Ökostrom?

Preislich gibt es kaum Unterschiede zwischen Haushaltsstrom und Ökostrom. Die Ökostromangebote sind teilweise sogar die günstigsten oder liegen nur minimal über den herkömmlichen Strompreisen. 
Hier einige Beispielrechnungen für verschiedene Großstädte in Deutschland; für einen 2-Personenhaushalt mit einem Verbrauch von 2500 kWh (Stand 08.12.2021):

 
Städte Haushaltsstrom Ökostrom
Hamburg 930,97€ 934,63€
Köln 855,48€ 864,30€
München 874,13€ 874,13€
Stuttgart 852,98€ 861,80€
Berlin 837,48€ 841,30€

WechselJetzt vergleicht regelmäßig die Strompreise miteinander. Auf unserer Website finden Sie eine gut recherchierte Analyse von Ökostromtarifen. Die Analyse ergibt, dass Ökostrom oftmals nur minimal teurer ist als herkömmlicher Strom. Es kommt jedoch auch vor, dass der Ökotarif die preiswertere Option ist. Ein Umstieg auf Ökostrom kann sich durchaus lohnen. Prüfen Sie jetzt Ihren persönlichen Ökostromtarif.

Sparen leicht gemacht

Wie schon erwähnt, ist Ökostrom nicht teurer als normaler Haushaltsstrom und wird immer preiswerter. Das liegt zum einen daran, dass die erneuerbaren Energien immer effizienter arbeiten. Diese Effizienz ist tatsächlich messbar. Man kann es mit dem Wirkungsgrad messen, welcher angibt, wieviel Energie, die einer technischen Anlage zugeführt wird, wirklich genutzt wird. Die Stromerzeugungsanlage ist effizienter, je höher der Wirkungsgrad ist.Viele Stromanbieter bieten heutzutage neben normalen Haushaltsstrom auch Ökostrom an. Mit Hilfe von unserem Ökostromrechner können Sie aus vielen verschiedenen Anbietern den günstigsten und für Sie passendsten Anbieter auswählen.

Warum Ökostrom nutzen?

Ökostrom besteht zu großen Teilen aus erneuerbaren Energien. Diese Energien sind quasi CO2-neutral und die Ressourcen, welche für die Entstehung verwendet werden, sind unbegrenzt verfügbar. Die Ressourcen der Erde, die für konventionelle Stromerzeugung genutzt werden, erfahren somit eine reduzierte Nachfrage. Dies schont die vergänglichen Ressourcen. Indem Sie Ökostrom nutzen, tragen Sie also einen wesentlichen Teil zum Umweltschutz bei. Der Strom, den Sie erhalten, ist für Sie in der Nutzung nicht vom konventionellen Strom zu unterscheiden. Ebenso in der Preisfrage gibt es kaum einen Unterschied. Je mehr Menschen Ökostrom nutzen, desto mehr werden die erneuerbaren Energien ausgebaut und desto besser ist es für Umwelt und Klima.

So funktioniert der Wechsel

Der Wechsel zum Ökostrom funktioniert genauso leicht wie der Wechsel zum normalen Haushaltsstrom. Bei uns können Sie zwischen dem Stromrechner und dem Ökostromrechner auswählen. Beim Stromrechner werden Ihnen alle Stromanbieter angeboten, die für Sie verfügbar sind und beim Ökostromrechner alle Anbieter, die für Sie verfügbaren Ökostrom anbieten. Beide Tarifrechner funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Wenn Sie beim Ökostromrechner auf “Jetzt vergleichen” klicken, werden Ihnen anschließend alle Anbieter angezeigt, die Ökostrom für Sie anbieten. Nachdem Sie sich für einen günstigen Anbieter entschieden haben, können Sie Ihre persönlichen Daten eintragen und den Wechsel innerhalb weniger Minuten durchführen. Praktisch ist, dass der neue Anbieter Ihre Kündigung übernehmen kann. Allerdings sollten Sie darauf achten, die Kündigung bei einem Sonderkündigungsrecht selbst durchzuführen.

Regelmäßig wechseln

Diese Devise gilt beim Ökostrom-, sowie beim normalen Strom- und Gaswechsel. Durch die zahlreichen und attraktiven Neukunden- und Sofortboni raten wir zu einem jährlichen Wechsel des Anbieters. Analysen zeigen, dass Verbraucher durch einen Strompreisvergleich und jährliches Wechseln hunderte Euro einsparen. Um den jährlichen Wechsel des Ökostromanbieters nicht zu verpassen, haben wir einen kostenlosen Erinnerungsservice, in welchen Sie sich ganz leicht eintragen können. Wir erinnern Sie rechtzeitig per E-Mail daran, einen neuen Ökostromvergleich durchzuführen, um erneut bei Ihren Stromkosten zu sparen.

Kommt Ökostrom aus meiner Steckdose?

Leider ist es nicht möglich Ökostrom getrennt vom normalen Haushaltsstrom zu liefern, da es für Ökostrom kein eigenes Netz gibt. An das Stromnetz sind alle Stromerzeugungsanlagen und Verbraucher:innen angeschlossen, was dazu führt, dass man seinen Strom aus allen Stromerzeugungsvarianten zugeführt bekommt. Der Strom, den Sie erhalten, kommt meistens aus dem nächstgelegenen Kraftwerk. Hierbei spielt es keine Rolle, welche Art von Kraftwerk es ist.

Der Unterschied, wenn Sie sich für einen Ökostromtarif entscheiden, ist also nicht das Produkt selbst, sondern die Herstellungsweise. Ökostromkunden sorgen für einen Zuwachs an Ökostrom, wenn darauf geachtet wird, dass der Anbieter von Ökostrom zusätzlich für einen Bau von neuen erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen sorgt. Dies sorgt dafür, dass der gesamte Strom im Stromnetz umweltschonender wird. Kurz gesagt, sorgen Sie mit einem Ökostromtarif dafür, dass der Anteil des Ökostroms im Strommix wächst und Kraftwerke immer unbedeutender werden. 

Ökostrom

Wer hat echten Ökostrom?

Diese Frage ist schwierig zu beantworten. Ein wichtiges Kriterium für echten Ökostrom ist aber beispielsweise die Unabhängigkeit eines Ökostrom-Anbieters von konventionellen Atom- und Kohlestrom-Konzernen. Die Unabhängigkeit gewährleistet, dass ein möglichst nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz gewährleistet wird. Im Idealfall sollte diese Unabhängigkeit auch für die Erzeugungsanlagen gelten, aus denen der Anbieter seinen Strom bezieht. Wenn Ihr Stromanbieter nicht unabhängig ist, kann es nämlich sein, dass Sie indirekt die konventionellen Konzerne fördern. Die wichtigsten unabhängigen Ökostromanbieter in Deutschland sind die Naturstrom AG, die EWS Schönau eG und die Green Planet Energy eG, aber auch die jungen Anbieter Bürgerwerke eG und Polarstern GmbH. Sie liefern Ökostrom, fördern den Bau von Neuanlagen für erneuerbare Energien und sind nicht mit Stromkonzernen verflochten, die Atom- oder Kohlekraftwerke betreiben oder an solchen beteiligt sind.

Worauf sollte man bei einem Wechsel zu Ökostrom achten?

Wenn Sie zu einem Ökostromtarif wechseln, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten. Ökostrom bieten viele Anbieter an, je nachdem, welche Aspekte Ihnen persönlich wichtig sind, müssen Sie allerdings in Ihrer Anbieterwahl unterscheiden. Überprüfen Sie:

  • Ob der Stromanbieter unabhängig von großen Stromkonzernen ist.
  • Ob das Geld Ihrer Stromrechnung zu einem Konzern fließt, welcher Kernkraft- oder Kohlewerke betreibt.
  • Ob der ausgewählte Ökostromanbieter den Bau von erneuerbaren Energieanlagen fördert.
  • Ob ein fester Anteil Ihrer Stromrechnung in den Bau von erneuerbaren Energieanlagen oder sonstigen Maßnahmen zum Umweltschutz fließt.
  • Ob der Ökostromanbieter konventionellen Strom umetikettiert und als Ökostrom anbietet.
  • Aus welchen Erzeugungsarten sich der Strommix des Anbieters zusammensetzt.
  • Mit welchen Zertifikaten das Stromprodukt ausgezeichnet ist.

Ökostromzertifikate

Grüner Strom Label

Grüner Strom Label: Diese Vereinigung vergibt zwei Gütesiegel: Das Label “Grüner Strom für Ökostrom mit Mehrwert” und das Label “Grünes Gas für umweltverträgliches Biogas”. Dieses Label wird schon seit 1998 von den führenden Umweltverbänden in Deutschland vergeben und ist hierzulande das einzige Gütesiegel, welches von führenden Umweltverbänden vergeben wird. Das Label garantiert 100% Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen und Investitionen in neue Anlagen und innovative Energieprojekte. Wichtig ist den Vereinigungen vor allem, dass die Förderprojekte in Deutschland umgesetzt werden.

Renewable Plus

Renewable Plus: Vergeben wird diese Zertifikat vom Energiedienstleister Bischoff & Ditze Energy GmbH und jährlich vom TÜV Rheinland überprüft. Hier werden Herkunftsnachweise gecheckt, die im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes eingetragen sind. Die Nachweise werden jeden Monat und zeitgleich zum Stromverbrauch erstellt. Das Label wird an Kraftwerksbetreiber vergeben, die sich verpflichten, in neue Ökostromanlagen zu investieren, den Ausbau bestehender Anlagen zu unterstützen und andere ökologische Maßnahmen zu fördern. Diese Verpflichtungen müssen in dem Jahr passieren, in denen der Strom erzeugt wird. Seit 2012 garantiert das Label zudem, dass durch den Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten die CO2-Emissionen, die beim Bau und Betrieb der Anlagen freigesetzt werden, ausgeglichen werden.

ok power label

ok-power-Label: Dieses Label wird durch den gemeinnützigen Verein Energie Vision e. V. an Anbieter vergeben, die nur Anlagen finanzieren, die nicht schon durch das EEG gefördert werden. Damit sollen Doppelförderungen vermieden werden und der Ausbau von erneuerbaren Energien aktiv vorangetrieben werden. Mindestens ein Drittel des Ökostroms muss in Anlagen erzeugt werden, die nicht älter als sechs bzw. zwölf Jahre sind. Zusätzlich gibt es strikte Anforderungen für die Umweltverträglichkeit der erneuerbaren Energieanlagen.

TÜV Nord

TÜV Nord: Dieses Zertifikat heißt “Geprüfter Ökostrom” und wird an die Anbieter vergeben, deren Strom zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammen und deren Strom zu mindestens ein Drittel aus Anlagen stammen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Alternativ können die Anbieter einen Festbetrag in den Bau neuer Anlagen zur Ökostromerzeugung investieren. Der Ökostrom soll für Verbraucher:innen nachvollziehbar und transparent sein.

TÜV Süd

TÜV Süd: Der TÜV im Süden vergibt mehrere Siegel, allerdings muss bei allen Siegeln der Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Nimmt man das Ökostrom-Zertifikat EE01 zum Beispiel, müssen mindestens 30% des Stroms aus neuen Kraftwerken stammen oder der Anbieter muss in neue Anlagen investieren.

TÜV Rheinland

TÜV Rheinland: Der TÜV Rheinland unterscheidet sich vom TÜV Nord und TÜV Süd. Stromanbieter, die dieses Siegel erhalten möchten, müssen Strom vertreiben, der zu 100% aus regenerativen Erzeugungsanlagen stammt und die Versorger müssen bei der Stromgewinnung sowie der Belieferung CO2-Neutralität garantieren.

Was ist die Ökostromumlage?

Für die Ökostromumlage gibt es das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieses Gesetz bildet die Basis der Umstellung von konventionellen zu erneuerbaren Energien. Erneuerbare Energien werden nicht über Steuern finanziert, sondern nur über die Umlage. Wer Strom aus dem öffentlichen Netz bezieht, bezahlt für jede verbrauchte Kilowattstunde die EEG-Umlage. Es wird Umlage genannt, weil die Kosten, die beim Umstieg auf die erneuerbaren Energien entstehen, auf den Stromverbraucher “umgelegt” werden. Das EEG regelt, dass diese Verbraucher den Stromnetzbetreibern Ökostrom für 20 Jahre zu einem festen Preis abnehmen. Dies gibt den Ökostrom Erzeugern eine gewisse Planungssicherheit. Der Marktpreis für Strom kann allerdings geringer sein als der garantierte Ökostrompreis. Die Preisdifferenz wird durch die Ökostrom-Umlage finanziert. Heutzutage gibt es kaum mehr eine Preisdifferenz und Experten gehen davon aus, dass es ab dem Jahr 2023 gar keine mehr gibt.Die EEG-Umlage wird von derzeit 6,5 ct/kWh ab Januar 2022 auf 3,723 ct/kWh abgesenkt.

Ist Ökostrom wirklich nachhaltig?

Der Begriff Ökostrom ist nicht geschützt, was es für den Verbraucher schwierig macht zu unterscheiden, welcher Anbieter tatsächlich nachhaltigen Strom anbietet. Um sicher zu sein, dass der Ökostrom nachhaltig ist, sollte man sich informieren, ob der Ökostrom “echt ist”, die Tipps zum Wechsel zu einem Ökostromanbieter beachten und gucken, ob und welche Siegel der Ökostromanbieter besitzt.