Solaranlage - lokale Förderung

Für eine Solaranlage gibt es viele verschiedene Zuschüsse und Förderungen. Die klimafreundliche Energiequelle wird von Staat, Bundesländern und Kommunen gefördert. Man unterscheidet in der Förderung in zwei Arten: Förderungen für Solaranlagen zur Stromerzeugung und Förderungen für Solarwärmeanlagen.

Wenn Sie sich für die Anschaffung einer Solaranlage entscheiden, sollten Sie alle Förderungsmöglichkeiten ausschöpfen, um die eigenen Kosten so gering wie möglich zu halten. Was gut zu wissen ist: Solaranlagen-Förderungen laufen aus, sobald die zur Verfügung stehenden Mittel erschöpft sind. Es lohnt sich also, den Förderantrag rechtzeitig zu stellen.

Förderung Photovoltaikanlage

Solar-Förderprogramme der Länder

Schleswig-Holstein

  • In Schleswig Holstein können Sie seit dem 18. Januar 2021 einen Zuschuss von 2.000 Euro für den Kauf und zusätzliche 200 Euro für die Installation eines Stromspeichers bekommen. Dieser muss mit einer Photovoltaikanlage gekoppelt sein, welche nach dem 1. Januar 2021 installiert wurde und eine Leistung von 3 bis 30 Kilowattpeak hat. Der Antrag muss gestellt werden, bevor das Vorhaben begonnen hat.

Unser Hinweis: Momentan können keine Anträge gestellt werden und derzeit ist es noch ungewiss, ob es den Zuschuss erneut geben wird (Stand: 09.06.2022).

Hamburg

  • Die landwirtschaftliche Rentenbank unterstützt die Investitionen in Solarstromanlagen durch zinsgünstige Darlehen. Dies gilt allerdings nur für Landwirte und Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, deren Strom in ein öffentliches Netz eingespeist wird.
  • Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert unter bestimmten Bedingungen die Visualisierungsmaßnahmen an Solaranlagen. Die Förderung gilt für Träger von Berufsschulen, Technikerschulen, Berufsbildungszentren, sowie überbetriebliche Ausbildungsstätten bei Kammern, allgemeinbildenden Schulen, Fachhochschulen und Universitäten oder Kirchen.

Mecklenburg-Vorpommern

  • Das Land fördert investiv den Klimaschutz durch Klimaschutz-Förderrichtlinien für Unternehmen und Kommunen sowie durch die Regenerative Energieversorgungsförderrichtlinie, welches ebenfalls für Kommunen ist. Die Richtlinien fördern Projekte, die direkt oder indirekt Treibhausgase einsparen. Bereits über 600 Projekte wurden mit den Klimaschutz-Förderrichtlinien mit Fördersätzen zwischen 20 und 60% durch das Land und der EFRE-Strukturfondsmittel finanziell unterstützt. Für die Regenerative Energieversorgungsförderrichtlinie stehen Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) zur Verfügung. Gefördert werden investive Maßnahmen zur Nutzung von regenerativen Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung, oberflächliche Geothermie sowie Wärmepumpen. Förderfähig sind Projekte von Kommunen und Gemeindeverbänden, die bis zu 10.000 Einwohner haben, sofern diese nicht wirtschaftlich tätig sind. Die Anteilfinanzierung ist ein Zuschuss von 67,5% im investiven Bereich und 75% für Studien.

Unser Hinweis: Ansonsten gibt es leider momentan keine Förderung in Mecklenburg-Vorpommern (Stand: 09.06.2022).

Bremen

  • Derzeit keine lokale Förderung aktiv.

Niedersachen

  • Die NBank fördert die Investition in einen Stromspeicher in Verbindung mit der Neuinstallation oder der Erweiterung einer bestehenden Photovoltaikanlage mit Zuschüssen. Gezahlt wird ein nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 40 % der Nettoinvestitionskosten des Batteriespeichersystems. Der Batteriespeicher muss mindestens 5 Jahre betrieben werden. Die Photovoltaikanlage sollte mindestens 4 kWp Nennleistung haben. Maximal werden 50.000 Euro ausgezahlt und es gibt noch einige zusätzliche Boni. Man erhält 500 Euro je Vorhaben, sofern ein neuer lastmanagementfähiger Elektrofahrzeugladepunkt installiert wird, 800 Euro für Vorhaben, deren installierte oder ergänze PV-Anlageleistung über 10 kWp liegt und 20 Euro pro Quadratmeter PV-Modul für die Überdachung von Parkflächen und sonstige bauliche Anlagen mit aufgeständerten PV-Anlagen.

Unser Hinweis: Seit dem 01.09.2021 ist eine Antragstellung bei der NBank nicht mehr möglich. Momentan gibt es auch keine weitere Förderung für PV-Anlagen und Batteriespeicher von Seiten des Bundes und des Landes (Stand: 09.06.2022).

Brandenburg

  • Das Land Brandenburg und das Ministerium für Wirtschaft und Energie fördern die Stromspeicher im Rahmen des “1000-Speicher-Programms” von Privathaushalten mit bis zu 7.000 Euro. Der Nutzspeicher des Speichers muss mindestens 2 kWh betragen, die Baumaßnahmen dürfen bei Antragsstellung noch nicht gestartet haben, die maximale Einspeisung der installierten Nennleistung beträgt 65% und die Autarkie der PV-Anlage muss bei mindestens 60% liegen.

Unser Hinweis: Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wurden all Fördermittel auf unbestimmte Zeit eingefroren (Stand: 09.06.2022).

Berlin

  • Berlin fördert die Neuanschaffung einer Photovoltaikanlage inklusive Batteriespeicher mit dem “Stromspeicher-Förderprogramm Berlin”. Da Berlin bis 2050 klimaneutral sein möchte, kann man annehmen, dass diese Förderung noch lange laufen wird. Gefördert werden nicht nur Privathaushalte, sondern auch Unternehmen und Vereine. Man erhält 300 Euro je kWh nutzbare Speicherkapazität, das PV-System benötigt eine “prognostizierbare Betriebsstrategie” und die Installation darf bis zur Bewilligung der Förderung nicht begonnen haben. Die maximale Förderhöhe liegt bei 15.000 Euro.

Sachsen

  • Dank des größten Stromspeicher-Produzenten Senec gibt es auch in Sachsen eine Solarförderung. Es werden bis zu 50% der Investitionen vergütet, für einen Speicher gibt es 200 Euro pro kWh Kapazität plus einen Sockelbetrag von 1.000 Euro und für einen privaten zusätzlichen E-Auto-Ladepunkt werden bis zu 1.500 Euro ausgezahlt. 
  • Über das Förderprogramm “Stromspeicher mit/ohne Ladestation (RL Speicher)” von der sächsischen Aufbaubank SAB können Stromspeicher bis zu 500 Euro (Sockelbeitrag) und zu einer Leistung in Höhe von 200 Euro pro kWh gefördert werden. Eine Deckelung gibt es bei maximal 50% der zuwendungsfähigen Ausgaben mit einer maximalen Summe von 50.000 Euro.

Unser Hinweis: Das Förderkontingent von 3,8 Millionen Euro war bereits am 14.02.2022 ausgeschöpft, sodass im Moment keine Antragstellung möglich ist (Stand: 09.06.2022).

Sachsen-Anhalt

  • Derzeit kein lokales Förderprogramm aktiv, da das Förderbudget aufgrund von hoher Resonanz vollständig ausgeschöpft wurde.

Thüringen

  • Das Förderprogramm “Solar Invest” fördert PV-Anlagen inklusive Speicher mit 900 Euro pro kWp, allerdings darf nicht mehr Solarstrom erzeugt werden, als der Haushalt im Jahr verbraucht. Eine Nachrüstung einer Sonnenbatterie wird mit 300 Euro pro kWh gefördert.

Unser Hinweis: Das Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) stoppte das Förderungsprogramm allerdings nun. Es gab in kürzester Zeit einen Antragsrekord und die begrenzten Fördermittel erlauben derzeit keine weiteren Anträge (Stand: 09.06.2022).

Hessen

  • In Hessen fördert das Bundesland selbst Solaranlagen nicht, allerdings unterstützen einige Städte ihre Bürger:innen durch Förderprogramme.
  • Wiesbaden: Die Stadt bietet das Förderprogramm “Solarstrom” an, welches den Kauf von Solaranlagen günstiger macht, PV-Anlagen werden mit bis zu 500 Euro unterstützt, Stromspeicher ebenfalls, die Herrichtung vom Zählerplatz wird mit 250 Euro gefördert und das PV-Monitoring mit 100 Euro.
  • Bad Homburg:  Hier wird ebenfalls den Ausbau erneuerbarer Energien gefördert. In Bad Homburg erhält man bis zu 6.000 Euro; 300 Euro je kWp, für Solarziegel gibt es 400 Euro je kWp und Mini-PV-Anlagen erhalten 200 Euro pro Modul.

Rheinland-Pfalz

  • In diesem Bundesland gibt es Zuschüsse durch das “Solar-Speicher-Programm” zu einer Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem PV-Speicher von mindestens 5 Kilowattstunden. Privathaushalte erhalten hier 500 bis 1.000 Euro und Unternehmen 1.000 bis 10.000 Euro.

Unser Hinweis: Momentan werden gestellte Anträge bearbeitet und eine weitere Antragstellung ist nicht möglich. Allerdings befindet sich das weiterentwickelte Solar-Speicher-Programm 2 in der Vorbereitung. Wie lange es dauert bis diese Förderung aktiv sein wird, ist leider nicht bekannt (Stand 09.06.2022).

Nordrhein-Westfalen

  • In Nordrhein-Westfalen werden Solaranlagen in Verbindung mit dem Kauf eines Solarspeichers gefördert, im Programm progres.nrw. Die Fördersätze für Speicher betragen 150 EUR/kWh. Die Förderhöchstgrenze für die Kombination aus Solaranlage und Speicher beträgt 75.000 Euro. Es dürfen keine anderen Förderungen für Solaranlagen abgeschlossen sein.

Unser Hinweis: Am 01. April 2022 wurde diese Förderung leider vorerst eingestellt. Es gingen etwa 37.000 Anträge ein und nun schwenkt die Landesregierung ihren Förderschwerpunkt auf E-Mobilität um. Die Förderung soll sich nun auf Wallboxen fokussieren (Stand: 09.06.2022).

  • Köln: Seit Februar 2022 gibt es hier Neuerungen: Statt 150 Euro pro installierten kWp an Solarmodulen erhält man nun 250 Euro, sowie 200 Euro pro Quadratmeter für Solarthermieanlagen angeboten. Auch die maximal geförderte Anlagenleistung hat sich von 30 auf 50 kWp erhöht.
  • Münster: In Münster werden Solaranlagen gefördert, die mindestens 1 kWp Nennleistung haben, 20 Jahre betrieben werden und die Wirkleistung sollte sich auf 60 Prozent am Einspeisepunkt beschränken. Ebenfalls gibt es 750 Euro für Batteriespeicher und 1.500 Euro für Salzwasserspeicher und Redoflox-Speicher.

Saarland

  • Derzeit keine lokale Förderung aktiv.

Baden-Württemberg

  • Das Förderprogramm “Netzdienliche Photovoltaik-Batteriespeicher” startete am 1. März 2021 und fördert Batteriespeicher mit Netzanschluss in Kombination mit der Neuerrichtung einer Photovoltaikanlage. Die Anforderungen sind, dass die Photovoltaikanlage eine maximal Nennleistung von 30kWp haben darf, sowie dass der Stromspeicher mindestens eine Speicherkapazität von 2kW haben muss. Die Anlage muss 5 Jahre genutzt werden und der Antrag muss vor Inbetriebnahme erfolgen. Der Mindestbetrag der Förderung liegt bei 400 Euro, der maximale Zuschuss beträgt 45.000 Euro. 

Unser Hinweis: Laut der Pressemitteilung vom 18.05.2021 sind die Fördermittel bereits ausgeschöpft, waren allerdings für 2021 und 2022 angesetzt. Momentan können also keine Anträge gestellt werden (09.06.2022).

  • Freiburg: Die Stadt Freiburg bietet eine ganz eigene Förderung an: Zuschuss zur ersten Steuererklärung mit 500 Euro, 150 Euro pro kWp bei einer Dachvollbelegung, Solarspeicher mit 150 Euro/kWh verfügbare Kapazität und Balkonanlagen werden mit 200 Euro bezuschusst
  • Stuttgart: Auch Stuttgart fördert Photovoltaikanlagen mit 350 Euro pro kWp, bei PV-Fassadenanlagen gibt es 450 Euro je kWp und Mini-PV-Anlagen werden pauschal mit 100 Euro pauschal unterstützt.

Bayern

  • Bayern hat das Ziel den Ausbau und die Nutzung von Solarstrom zu beschleunigen und hat aufgrund dessen das “10.000 Häuser Programm” ins Leben gerufen. Den Antrag können nur natürliche Hausbesitzer stellen, und es darf noch kein Auftrag mit einem Solarteur unterzeichnet worden sein. Die Fördersumme hängt von der Speicherkapazität und der Leistung der PV-Anlage ab. Die Mindestförderung liegt bei 500 Euro und die Höchstförderung bei 3.200 Euro.

Unser Hinweis: Seit dem 22.04.2022 ist die Antragsplattform für das Förderprogramm endgültig geschlossen. Das Programmziel von 100.000 Anträgen wurde erreicht und eine Wiederaufnahme durch den Staat Bayern ist auch nicht vorgesehen (Stand: 09.06.2022).

  • München: Die Stadt bietet eine zusätzliche Förderung für ihre Bürger an, die man mit der Förderung des Landes kombinieren kann. Der Kauf von PV-Anlagen, mit oder ohne Speicher, wird unterstützt, die Nachrüstung von einem Speicher ist möglich und die Höchstförderung beläuft sich auf 5.000 Euro.

Wie Sie sehen, bieten viele Bundesländer Ihnen eine finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung einer Solaranlage an. Wenn Sie sich für die Anschaffung einer Solaranlage interessieren, sollten Sie also unbedingt nachsehen, ob es lokale Förderungen gibt, bei denen Sie einen Antrag stellen können. Oft muss die Bewilligung der Förderung vor der Installation erfolgt sein, informieren Sie sich also vorher. Wichtig ist ebenfalls, auf dem Laufenden zu bleiben, da man für das Stellen der Anträge oft nur kurz Zeit hat, bevor die Fördermittel ausgeschöpft sind.

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