Entwicklung der Gaspreise

Die Preise für Energie steigen seit geraumer Zeit an und Prognosen ergeben, dass bei ähnlichen Entwicklungen die Preise weiter ansteigen werden. Vor allem jährlich veränderte Gaspreise stellen nicht nur die Marktforscher vor eine immer wiederkehrende Aufgabe, sondern auch die direkt betroffenen Verbraucher:innen. Prognosen der letzten Jahre im Hinblick auf den aktuellen Gaspreis sind heutzutage kaum verlässlich vorauszusagen. Nachdem die Gaspreise zwischen 2012 und 2017 stets gesunken sind, sind die Gaspreise in den letzten Jahren stetig gestiegen. Im Jahr 2021 lag der Gaspreis bei durchschnittlich 6,22 €. Auch 2022 steigen die Gaspreise weiter.

Wie kommt es zu Gaspreis Schwankungen?

Ölpreis

Die Gaspreisentwicklung hängt von mehreren Faktoren ab. Alle Energie Marktpreise beeinflussen ihn, zum Beispiel auch der Ölpreis. Wenn es beispielsweise weniger Öl gibt, wird der Preis für Gas teurer. Oft, wenn eine Ölknappheit vorliegt, kaufen Firmen große Mengen Gas auf Vorrat ein, was den Preis ebenfalls steigert. Wenn alle Energie Marktpreise auf lange Zeit und konstant niedrig sind, so bleibt auch der Gaspreis langfristig niedrig.

Dies geschieht beispielsweise, wenn durch hohe Ölfördermengen den Energieanbietern volle Gasspeicher zur Verfügung stehen, welche sie dann mit niedrigen Preisen in Form von Tarifen an ihre Kund:innen weitergeben können. Dieser Trend führt dann dementsprechend zu günstigen Neukundentarifen. Das Gegenteil passiert allerdings auch, wenn die Gasspeicher leer sind und die Energie Marktpreise steigen. Diese Preissteigerungen müssen die Energieanbieter leider an ihre Verbraucher:innen weiterleiten. Daher ist die Gaspreisentwicklung stark von der Entwicklung des Ölpreises abhängig.

Krieg in der Ukraine

Des Weiteren beeinflusst der Krieg in der Ukraine die steigenden Gaspreisentwicklung, da Europa von russischer Energie abhängig ist und der Konflikt mit Russland die Gaspreise für Verbraucher:innen in die Höhe treibt. Bei der Gasversorgung steht Deutschland deutlich in der Abhängigkeit zu Russland, da 55,6% der Erdgaslieferungen aus Russland stammen. Dies macht Deutschland zum größten Importeur von russischem Erdgas. Den momentan Gas Engpass gibt es, weil sich seit dem Ukraine-Konflikt die Lage zwischen Russland und Deutschland stark angespannt hat.

Der Gaspreis

Der Gaspreis setzt sich aus Gebühren und Abgaben an den Staat und dem tatsächlichen Gaspreis zusammen. 49% des Preises gehen an die Gasindustrie, die restlichen 51% sind verschiedene Steuern. Es gibt die Gassteuer, die Umsatzsteuer, die Netzgebühren und die Konzessionsabgaben. 

Gaspreisentwicklung - durchschnitts Haushalt

Seinen einstigen Höhepunkt erreichte der Gaspreis 2008 als er durchschnittlich bei 1.433 € bei einem Verbrauch von 20.000 kWh lag. Ein weiterer auffälliger Höhepunkt lag in 2013 als für 20.000 kWh 1.359 € gezahlt wurden. Bis 2019 gab es dann einen stetigen Fall des Gaspreises. Er stieg leicht in 2019, 2020 sank er ein wenig. 2021 lag der Gaspreis dann bei 1.360 € für 20.000 kWh. In diesem Jahr, 2022, ist der Gaspreis enorm angestiegen, und erreicht seinen Höhepunkt von 2.263 €, bei einem Verbrauch von 20.000 kWh.

Gaspreisentwicklung

Die Preise pro Kilowattstunde seit 2011 sehen als Graph folgendermaßen aus:

Gaspreisentwicklung pro kWh

In diesem Graphen ist bereits erkennbar, dass die Gaspreise seit dem Jahr 2011, vorerst eher gesunken als gestiegen sind, vor allem als das Gas aus Russland noch günstig importiert werden konnte. Dies lässt sich vor allem bei der Entwicklung zwische 2015 und 2016 erkennen, wo der Gaspreis von 6,62 cent pro kWh auf 5,89 cent pro kWh, gesunken ist. Dennoch war diese Entwicklung nur temporär. Einen rapiden Anstieg des Gaspreises gab es in 2021 und 2022. Dies wurde durch Faktoren, wie die Corona-Pandemie und dem Ukraine Konflikt, beeinflusst. Nun beträgt der Gaspreis  bereits mehr als das doppelte des Gaspreises vor der Energiekrise.  

Gaspreis 2022

Im Jahre 2022 sollen die Preise weiterhin steigen. Dies liegt an gestiegenen Gaspreisen im Großhandel, an der CO2 Abgabe sowie daran, dass die Gasspeicher nicht komplett gefüllt sind. Die Preiserhöhungen liegen durchschnittlich bei 75%. Die Gründe für die nicht vollen Gasspeicher sind die Rohstoffknappheit und der Klimawandel. Des Weiteren sind die Corona-Pandemie und der Ukraine-Konflikt starke Einflussfaktoren, die den Gaspreis negativ beeinflussen. 970 Gasversorger haben die Gaspreise bereits erhöht. Daher ist es richtig und wichtig, für ein kosteneffizientes Nutzungserlebnis sparsam mit Gas umzugehen. Doch da Erdgas mehr besteuert wird, wird Ökogas im Verhältnis günstiger.

Tarifwechsel

Aufgrund der steigenden Gaspreise im Jahre 2022 lohnt es sich für Sie, umso mehr die Gaspreise verschiedener Anbieter zu vergleichen. Mit unserem Gasrechner haben Sie einen schnellen Vergleich und einfach die günstigsten Tarife für Gas.

CO2 Bepreisung

Die CO2 Abgabe auf Gas steigt 2022 von 25 € auf 30 € pro Tonne. Bis zum Jahr 2025 wird der CO2 Preis auf 55 € ansteigen. Die Entwicklung des CO2 Preises liegt an dem Klimapaket und soll helfen, die CO2 Emission zu reduzieren. Die Hoffnung ist, die Einwilligung von Verbraucher:innen zu akzeptieren sparsamer mit Gas und Strom umgehen, wenn diese höher besteuert werden. Um noch heute mit Einsparungen von Gas sowie Strom zu starten, ist eine unserer Empfehlungen, einen Blick auf unsere Stromspartipps sowie Tipps zum Gas sparen zu werfen. So können Sie noch heute Ihren Energieverbrauch senken.

Wird der Gaspreis sinken?

Nein, in naher Zukunft ist nicht absehbar, dass die Gaspreise sinken. Dies liegt sowohl an der Besteuerung als auch an den wenig gefüllten Gasspeichern, denn wenn ein Produkt seltener wird, wird es wertvoller. Auch die zugespitzte Lage in der Ukraine gibt keine guten Aussichten auf eine positivere Entwicklung des Gaspreises. Zu mal Deutschland im Bezug auf Gas, in starker Abhängigkeit zu Russland steht. Eine unserer Empfehlungen ist es, beim Heizen nicht den Überblick zu verlieren, da die Prognose für eine Senkung der Kosten bei derzeitiger Entwicklung nicht gut aussieht. Daher sollte man Heizkosten möglich gering halten. Dies ist vor allem für Haushalte und Unternehmen, welche einen hohen Verbrauch haben, wichtig.

Tipp: Prüfen und Wechseln!

Es lohnt sich, Ihren Gaspreis stets im Blick zu behalten und regelmäßig zu Wechseln. Durch das jährliche Wechseln können Sie sich jedes Jahr aufs Neue Boni sichern und Geld sparen. Schauen Sie in unserem Menü doch einmal auf unseren Gasrechner für günstige Angebote und wechseln Sie in nur fünf Minuten den Anbieter! Der Wechsel lohnt sich zu jedem Zeitpunkt des Jahres!

Haben Sie Fragen zu unseren Gastarifen?

Auf unserer Seite mit häufigen Fragen zum Thema Gas und einen möglichen Anbieterwechsel finden Sie umfassende Antworten und Informationen. Zusätzlich steht Ihnen das WechselJetzt.de-Serviceteam gerne jederzeit per E-Mail von Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:30 Uhr telefonisch (040 – 60 590 121) zur Verfügung.

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