Energiekrise

Deutschland steckt inmitten einer Energiekrise. Strom- und besonders Gaspreise steigen derzeit enorm. Mit dieser regelmäßig aktualisierten Übersicht informieren wir Sie über die Neuerungen auf dem Energiemarkt. Außerdem geben wir Antworten auf das “Warum” hinter der Energiekrise. 

Stand: 09.05.2022

Sollte ich jetzt den Strom- oder Gasanbieter wechseln?

Die derzeitigen Preise auf dem Energiemarkt sind hoch. Viele Verbraucher:innen sind verunsichert, ob sich ein Wechsel derzeit lohnt. Ob die Energiepreise in naher Zukunft sinken werden, ist ungewiss. Doch die Preise für Strom und Gas können sich durchaus auf dem derzeitigen Niveau einpendeln und somit hoch bleiben. Auch ist denkbar, dass die Preise womöglich noch weiter ansteigen. Deshalb liegt der Vorteil eines Wechsels zum jetzigen Zeitpunkt darin, dass Sie die aktuellen Preise erst einmal festsetzen. Dies ist auch der Vorteil gegenüber der Grundversorgung, in welcher die Preise nicht an einen festen Tarif gebunden sind und durch den Grundversorger schneller angezogen werden können. Wenn Sie sich für einen alternativen Anbieter mit Preisgarantie entscheiden, sind Sie in diesem Fall deutlich besser abgesichert - auch in Zeiten der Energiekrise. 

Stromkrise

Warum steigen die Strompreise?

Aufgrund der schnellen wirtschaftlichen Erholung auf ein Niveau, wie noch vor der Corona-Pandemie, ist die Nachfrage nach Strom rasch angestiegen. Dies liegt daran, dass viele Unternehmen wieder vermehrt produzieren und somit wieder mehr Strom verbrauchen. Während den Anfängen der Corona Pandemie, als viele Unternehmen ihre Türen zeitweise geschlossen haben und die Produktionen stillstanden, ist die Nachfrage nach Energie drastisch gesunken, was zu einer Überkapazität führte. Energiespeicher wurden erstmal nicht weiter gefüllt. Dies wird der sich schnell-erholenden Wirtschaft nun zum Verhängnis. Die Speicher werden leerer, während gleichzeitig der Verbrauch rasant ansteigt. Ebenfalls wurde die CO2-Bepreisung erhöht, wodurch die Produktionskosten für Strom in die Höhe stiegen.

Diese Preisveränderungen bleiben auch bei den Konsumenten nicht unbemerkt, denn die Strompreise für Privathaushalte steigen. Erfahren Sie nachfolgend mehr, was dies für Sie als Konsument:in bedeutet. 

In der folgenden Grafik sehen Sie die Strompreisentwicklung der letzten Wochen für einen Verbrauch von 2.500kWh, in vier deutschen Großstädten. Die Preisentwicklungen unterscheiden sich teils stark per Region. In Hamburg und Berlin sind die Preise derzeit konstant. Verglichen mit weiteren Großstädten, kommt man in den beiden Regionen noch recht preiswert an Strom. Hingegen in Dortmund und München steigen die Strompreise zum Jahresende 2021 um mehrere hundert Euro drastisch in die Höhe. Im Januar sinken die Strompreise hingegen wieder. In den meisten Städten schnellten die Preise seit Ende Februar wieder in die Höhe. Im März ist eine leichte Entspannung zu verzeichnen, wobei die Preise jedoch weiterhin hoch bleiben. 

Gas Hamburg Gas Dortmund
Gas Berlin Gas München

Neueste Updates der Stromkrise

Es gibt wichtige Neuigkeiten über die Strompreise: Im Juli 2022 wird die EEG Umlage abgeschafft. Grund dafür sind die hohen Strompreise. Dies ist eine große Entscheidung, denn seit 22 Jahren gab es diese Umlage in Deutschland. Zum Januar 2022 wurde die EEG Umlage bereits gesenkt, im Juli soll sie ganz verschwinden. Haushalte und Unternehmen sollen so entlastet werden. Insgesamt wird dadurch aller Strom günstiger. Doch vor allem Ökostrom wird günstiger, denn das neue Besteuerungssystem sieht strengere Auflagen zur CO2 Neutralität vor. Für herkömmlichen Strom müssen mehr Zertifikate gekauft werden, dadurch wird dieser teurer. Da Ökostrom bereits klimaneutraler ist, müssen weniger CO2 Zertifikate gekauft werden und er steigt nicht an.

Anfang Januar meldeten der Energieversorger enyway aus Hamburg und der KEHAG Energiehandel aus Bremen Insolvenz an. Das Bremer Unternehmen stellte bereits zum 31. Dezember 2021 ihre Belieferung ein.Aufgrund der anhaltenden Entwicklungen musste auch am 28. Januar ein weiterer Energieanbieter Insolvenz anmelden. Das Unternehmen “Enqu” aus Kiel musste bereits Mitte Dezember alle Energielieferverträge beenden, da sie die Versorgung nicht mehr sicherstellen konnten. Dies gilt seit dem 21.12 für Stromlieferungen und seit dem 23.12 für Gaslieferungen. Betroffen sind erneut tausende Kunden.

Die bayerische Vereinigung der Wirtschaft beobachtet, dass die Politik zu wenig für die Energiewende tue. Abstandsregeln bei Windrädern sollten neu überdacht werden, Solaranlagen sollten auf jedes Dach und Planungsverfahren und Genehmigungen sollten schneller ausgestellt werden. Dies würde in der regenerativen Erzeugung von Energie deutlich helfen.

Darüberhinaus haben mehr als 38 Stromlieferanten im Jahr 2021 ein Geschäftsende angekündigt oder sind bereits geschlossen oder insolvent. Bei Insolvenz des Anbieter besteht jedoch keine Gefahr ohne Strom da zu stehen. Eine Ersatzversorgung tritt in Kraft sobald der Anbieter insolvent ist. Anschließend haben Kund*innen die Möglichkeit sich nach einem neuen Tarif umzusehen. 

Am 21. Dezember wurde bei Stromio der Geschäftsbetrieb eingestellt und die Kunden nicht mehr beliefert. Der Grund für den sofortigen Lieferstopp: Die vier Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz, Amprion, TransNetBW und Tennet haben ihre Verträge mit Stromio kurzfristig gekündigt. Insolvenz hat die Firma bisher jedoch noch nicht angemeldet. Grundversorger übernehmen nun die zurückgelassenen Kunden.

2021 war ein sehr windstilles Jahr. Deshalb wurde zusätzlich weniger Strom durch Windkraftanlagen in der Nordsee sowie auf dem Land erzeugt. Laut Handelsblatt sei es deshalb nötig, die Offshore Windparks noch weiter und größer auszubauen, um zu garantieren, dass mehr Strom produziert wird - auch in windstilleren Jahren.

Seit Jahresbeginn ist der durchschnittliche Verbraucherpreis für Strom um 18,4 Prozent gestiegen. Für Januar und Februar 2022 haben schon 280 der rund 800 regionalen Stromversorger in Deutschland Stromerhöhungen von im Schnitt 7,6 Prozent angekündigt. Das bedeutet für den repräsentativen Haushalt Mehrkosten von rund 98 Euro pro Jahr.

Am 20.12.2021 wird bekannt, dass der Stromanbieter Neckermann offiziell insolvent ist. Dies sei Teil einer Pleitewelle auf dem Strommarkt. Rund 13.000 Verbraucher seien von Neckermanns Insolvenz betroffen. Ohne Strom steht man jedoch nie da. Eine Ersatzversorgung ist automatisch sichergestellt. Ein Stromtarif Vergleich kann anschließend dabei helfen, einen neuen, günstigeren Stromvertrag zu finden.

Laut Energate müssen die erneuerbaren Energien und ihre Nutzung bis 2030 verdreifacht werden, um eine weitergehende Energiekrise zu verhindern. So soll der Wasserstoff als Energiequelle näher in Betracht gezogen werden.

Es ist außerdem noch immer problematisch, dass Stromanbieter versuchen, Kunden mit günstigen Tarifen zu kündigen. Auch die Verschleierungen, die manche Anbieter nutzen, um nicht direkt ersichtlich zu machen, dass es sich um eine Preiserhöhung handelt, sind inakzeptabel.
Unser Tipp: Schauen Sie sich jede Benachrichtigung Ihres Energieanbieters genau an. So stellen Sie sicher, dass Sie nicht ungewollt einer Preiserhöhung zustimmen.

Die Tagesschau empfiehlt lediglich stromsparend zu leben, wenn der Preis steigt. Auch betont sie ein weiteres mal, wie viel Strom durch den Standby Modus verbraucht wird: 504.000 Euro pro Stunde werden durch Geräte im Standby Modus in Deutschland genutzt - Strom, der durchaus gespart werden könnte.

Unsere monatlichen Stromspartipps auf Facebook und Instagram können Ihnen dabei helfen. Generell sollten Sie Energiesparlampen nutzen, Geräte ausschalten, wenn Sie diese gerade nicht nutzen und sie sogar aus der Steckdose nehmen, da sie sonst auch noch kleine Mengen Strom verbrauchen.

Gaskrise

Der Gaspreis in Deutschland steigt enorm an. Die Gründe sind im Grund wie bereits in der Rubrik "Stromkrise" beschrieben. Die Gasspeicher sind weniger gefüllt, als es normalerweise kurz vor dem Winter der Fall ist. Im Ökonomischen geschieht ein Preisanstieg, wenn die Nachfrage steigt, das Angebot jedoch gering ist. Hier in unserem Gas Liveticker können Sie jederzeit neueste Entwicklungen finden, den aktuellen Gaspreis einsehen und Tipps finden, wie Sie Ihren Gaspreis möglichst niedrig halten.

Wechseljetzt.de hilft Ihnen, möglichst günstige Tarife zu finden. Derzeit steigen die Gaspreise deutschlandweit. Zum Ende des Jahres 2021 haben die Gaspreise noch einmal einen starken Sprung nach Oben gemacht. Innerhalb weniger Tage können Preissteigerungen von mehreren hundert Euro vermerkt werden. Mitte Januar ist jedoch eine leichte Entspannung zu verzeichen. Derzeitige Unruhen lassen den Gaspreis Ende Februar deutlich ansteigen. Im März sinken die Preise zwar wieder, bleiben jedoch auf einem hohen Niveau. Bei einem Verbrauch von 18.000 kWh können Preissprünge von rund 2.000 Euro festgestellt weden. Beispielhaft sehen Sie die Entiwcklung der Gaspreise pro 18.000 kWh der letzten Wochen in den folgenden Graphen: 

Gas Hamburg Gas Dortmund
Gas Berlin Gas München

Neueste Updates der Gaskrise

Deutschland befindet sich in der Frühwarnstufe des Notfallplans Gas. Vladimir Putin fordert nun von Deutschland und anderen Ländern, nicht mehr in Euro oder Dollar zu bezahlen, sondern in Rubeln. Da viele Länder dies nicht akzeptieren wollen, droht Putin nun mit einem ungünstigen Wechselkurs - dies könnte den Gaspreis noch weiter erhöhen. Noch sei die Versorgung sicher, sagt Minister Habeck. Die Frühwarnstufe bedeutet jedoch, dass alle Verbraucher:innen angehalten sind, sparsam mit Gas umzugehen. 
Falls die Lage sich weiter verschärft, wird die Notfallstufe zwei ausgerufen. Dies ist die Alarmstufe. In dieser Stufe müsse der Staat schon einige Maßnahmen ergreifen - falls es soweit überhaupt kommt.
Falls die Gaslieferungen ganz eingestellt werden, gäbe es finanzielle Probleme in Deutschland die ähnliche Folgen für die Wirtschaft haben könnten wie die Pandemie. Doch Deutschland ist, laut den Wirtschaftsweisen, noch nicht am finanziellen Ende angelangt. Es gebe noch Spielraum in der Staatskasse.

Auch Österreich rief die Gas-Frühwarnstufe aus. In Österreich sind die Gasspeicher genauso voll wie in den Vorjahren (13%). Während die deutsche Regierung sich diesbezüglich kaum äußert, wird in Österreich bestätigt, dass Rationierungen erst ab Stufe drei in Betracht gezogen werden. Laut Berliner Zeitung ist Deutschland im internationalen Vergleich sehr abhängig von Russland.

Europas Gas kommt - bisher - zu 55 % aus Russland. Generell rät WechselJetzt.de, die Option der Solarthermie oder Wärmepumpe zu bedenken. Auf Dauer lohnt es sich preislich, in erneuerbare Heizoptionen zu investieren. Dänemark hat die Baltic Pipe nach Norwegen, welche ebenfalls durch Polen führt. Frankreich muss als einziges Land nicht in Rubeln zahlen, weil sie kein LNG (liquid natural Gas) aus Russland beziehen sondern nur behandeltes Gas.

Noch immer sind Deutschlands Gasspeicher leerer als normalerweise, noch immer gibt es eine Gasknappheit in Europa. Dadurch, dass die Nachfrage nach Gas ebenfalls steigt, wird sich der Preis in absehbarer Zeit kaum senken.

Aufgrund von Russlands knapperen Lieferungen will Deutschland mehr Gas aus den Niederlanden importieren. In der niederländischen Stadt Groningen führt dies zu kleineren Erdbeben, da in der Provinz Groningen, um die Stadt herum nach Gas gebohrt wird. Trotz der Gefahr von Erdbeben wird erwartet, die Gasproduktion in Groningen zu verdoppeln, um Deutschlands höheren Bedarf zu decken. Die Niederlande sind vertraglich verpflichtet, Deutschland mit Gas zu versorgen. Bisher waren diese kleinen Groninger Erdbeben nicht sehr erschütternd, doch auf lange Zeit verteilt, leiden vor allem die Gebäude unter den leichten Erschütterungen. Die Erdbeben bringen zwar keine Menschen in Gefahr bringen, aber Wände in Wohnhäusern, die so mit der Zeit unsicher und marode werden. Daher sind sie langfristig eine finanzielle Bedrohung und können Menschen zum Umzug zwingen.

Des Weiteren ist zu bedenken, dass einige Unternehmen direkte Verträge mit der russischen Firma Gazprom geschlossen haben und somit Gas aus Russland kaufen müssen. Solche Verträge laufen noch mehrere Jahre, meist bis 2030. Bis dahin müssen diese deutschen Unternehmen wie EnBW, RWE, Uniper und Wingas weiterhin mit Russland Handel treiben.

Viele Gasversorger stellen ihre gesamten Gaslieferungen ein. Gas.de und die Tochterfirma Grünwelt liefern seit dem 08. Dezember 2021 kein Gas mehr. Die Rheinische Elektrizitäts- und Versorgungsgesellschaft hat schon zuvor die Lieferungen eingestellt, genau wie die Brandenburger Otima AG. Dadurch werden die Gaspreise weiter in die Höhe getrieben. Wenn Sie bisher bei einem Anbieter waren, der nun insolvent ist, rutschen Sie in die Grundversorgung. Diese übernimmt automatisch die Belieferung. Ein anschließender Gasanbieter Vergleich hilft dabei, einen neuen, preiswerten Gastarif zu finden. 

Was tun, wenn der Preis steigt?

Eine gute Möglichkeit, den Energiepreis zu reduzieren, ist der Anbieterwechsel. Durch Wechselboni und gute neue Angebote, können Sie auch in diesen Zeiten des hohen Strompreises einen möglichst guten Tarif finden.

Achten Sie auch stets auf das Kleingedruckte, denn manchmal verstecken Energieanbieter dort eine Preiserhöhung. Machen Sie sich auch keine Sorgen darum, ob Sie stets mit Strom oder Gas versorgt sind. Selbst, wenn Sie Ihren Strom- oder Gasvertrag kündigen, besteht keinerlei Gefahr, dass Sie keinen Strom oder Gas beziehen können. In der Übergangszeit rutschen Sie ganz einfach in die Grundversorgung.

Im Falle einer Kündigung sollten Sie stets den Grund für die Kündigung prüfen. Scheuen Sie sich nicht, Beschwerde einzulegen. Dies gilt auch, falls Ihr Anbieter die Auszahlung Ihres Bonus verweigert.

Empfehlenswert ist es außerdem, Verträge mit kurzer Laufzeit zu wählen. Dies ist von Vorteil, um regelmäßig wechseln zu können. 

Verbrauch reduzieren

Besonders derzeit ist es wichtig nach einem Tarifvergleich noch mehr zu tun, um Energie einzusparen. Folgen Sie unseren Stromspartipps sowie Gasspartipps, um Ihren Verbrauch zu reduzieren. Dies wirkt sich direkt positiv auf Ihren Verbrauch aus. So kann noch mehr gespart werden.

Sonderkündigungsrecht

Im Falle einer außervertraglichen Preiserhöhung haben Sie Sonderkündigungsrecht. Das bedeutet, dass Sie innerhalb von zwei Wochen kündigen dürfen, wenn Ihr Preis erhöht wird. Aber auch, wenn Ihre Preiserhöhung auf Steuern, Umlagen oder sonstigen Abgaben basiert, dürfen Sie kündigen. Es ist nicht rechtens, wenn in Ihrem Vertrag steht, dass Sie in einem solchen Fall kein Sonderkündigungsrecht hätten. Außerdem gilt bei einem Sonderkündigungsrecht zu beachten, dass Sie die Kündigung selbst durchführen. Im Falle einer Sonderkündigung, kann der neue Anbieter diese nicht für Sie übernehmen.

Benötigen Sie Hilfe bei der Kündigung? Finden Sie hier wichtige Hinweise sowie Vorlagen zur Kündigung Ihres Energieanbieters.

Belieferungsstop / Insolvenz

In den letzten Wochen kommt es verstärkt zu Insolvenzen unter den Energieanbietern. Dies liegt daran, dass die Energieanbieter sich gegenseitig mit günstigen Tarifen übertreffen wollen. Die Tarife haben in der Regel eine Vertragslaufzeit von 12 oder 24 Monaten. Strom oder Gas werden jedoch kurzfirsitig im Großhandel eingekauft. Während in den letzten Jahren die Preise am Großhandel konstant sanken, ist dies nun nicht mehr der Fall. Die Anbieter machen nun Verluste, da die Preise am Großhandel höher sind, als wie in den Tarifen angegeben. Dadurch kann es zu Belieferungsstopps oder gar Insolvenzen kommen. Manche Anbieter, wie beispielsweise Entega oder EnBW nehmen derzeit keine Neukunden auf, um Schaden abzuwenden. Andere Anbieter wie beispielsweise Stromio (zusammen mit Grünwelt Energie und Gas.de) und OTIMA Energie kündigen die Verträge mit Ihren Kund*innen, da die Übertragungsnetzbetreiber, die Bilanzverträge kündigten. Hier kann man jedoch noch nicht von einer Insolvenz sprechen. Hingegen Neckermann Strom, Fulminant Energie, Lition Energie sowie Smiling Green Energy mussten leider bereits Insolvenz anmelden. 

Was tun, wenn der Anbieter die Belieferung einstellt? 

Wichtig zu wissen ist, dass Sie nie ohne Strom oder Gas dastehen werden. Es wird automatisch eine Ersatzversorgung sichergestellt. Nach einer Übergangszeit von 6 Wochen rutschen Sie automatisch in die Grundversorgung. Wir raten jedoch, rechtzeitig nach einem neuen Tarif zu suchen, da die Ersatz- und Grundversorgung in der Regel weitaus höhere Preis fordern. 

Wichtige Schritte, welche Sie durchführen sollten, wenn Sie von einer Insolvenz des Energieanbieters oder der Kündigung des Energievertrages durch den Energieanbieter betroffen sind, listen wir nachfolgend auf: 

  • Notieren Sie sich Ihren Zählerstand, damit Sie Abrechnungen überprüfen können. Auch die Ersatzversorgung benötigt den aktuellen Zählerstand. 
  • Beenden Sie jegliche Einzugermächtigung, welche Sie Ihrem Energieanbieter ausgesprochen haben. Vorauszahlungen oder Abschläge sollten nun nicht mehr überwiesen werden. Sollten noch Rechnungen offen stehen, so begleichen Sie diese am besten eigenständig per Überweisung. 
  • Prüfen Sie, ob Sie auch tatäschlich eine Kündigung von Ihrem Anbieter erhalten haben. Oftmals wird in den Nachrichten bekannt, das ein Anbieter die Belieferung einstellt. Sollten Sie keine Kündigung erhalten haben, sollten Sie diese selbst fristlos aussprechen, um den Liefervertrag definitiv zu beenden. 
  • Anschließend empfehlen wir, rechtzeitig nach einem neuen Anbieter zu suchen, um bei den Energiekosten zu sparen. Häufig sind die Ersatz- und Grundversorgung deutlich teurer, als alternative Anbieter. 

Weitere Informationen

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