Energiekrise

Deutschland steckt inmitten einer Energiekrise. Strom- und besonders Gaspreise steigen derzeit enorm. Mit dieser regelmäßig aktualisierten Übersicht informieren wir Sie über die Neuerungen auf dem Energiemarkt. Außerdem geben wir Antworten auf das “Warum” hinter der Energiekrise. 

Stand: 26.11.2021

Stromkrise

Warum steigen die Strompreise?

Aufgrund der schnellen wirtschaftlichen Erholung auf ein Niveau, wie noch vor der Corona-Pandemie, ist die Nachfrage nach Strom rasch angestiegen. Dies liegt daran, dass viele Unternehmen wieder vermehrt produzieren und somit wieder mehr Strom verbrauchen. Während den Anfängen der Corona Pandemie, als viele Unternehmen ihre Türen zeitweise geschlossen haben und die Produktionen stillstanden, ist die Nachfrage nach Energie drastisch gesunken, was zu einer Überkapazität führte. Energiespeicher wurden erstmal nicht weiter gefüllt. Dies wird der sich schnell-erholenden Wirtschaft nun zum Verhängnis. Die Speicher werden leerer, während gleichzeitig der Verbrauch rasant ansteigt. Ebenfalls wurde die CO2-Bepreisung erhöht, wodurch die Produktionskosten für Strom in die Höhe stiegen.

Diese Preisveränderungen bleiben auch bei den Konsumenten nicht unbemerkt, denn die Strompreise für Privathaushalte steigen. Erfahren Sie nachfolgend mehr, was dies für Sie als Konsument:in bedeutet. 

In der folgenden Grafik sehen Sie die Strompreisentwicklung der letzten Wochen für einen Verbrauch von 2.500kWh, in vier deutschen Großstädten. Die Preisentwicklungen unterscheiden sich teils stark per Region. Ersichtlich ist jedoch, dass die Preise tendenziell steigen. 

Strom Berlin Strom Hamburg
Strom München Strom Dortmund

Neueste Updates der Stromkrise

Laut Energate müssen die erneuerbaren Energien und ihre Nutzung bis 2030 verdreifacht werden, um eine weitergehende Energiekrise zu verhindern. So soll der Wasserstoff als Energiequelle näher in Betracht gezogen werden.

Es ist außerdem noch immer problematisch, dass Stromanbieter versuchen, Kunden mit günstigen Tarifen zu kündigen. Auch die Verschleierungen, die manche Anbieter nutzen, um nicht direkt ersichtlich zu machen, dass es sich um eine Preiserhöhung handelt, sind inakzeptabel.

Unser Tipp: Schauen Sie sich jede Benachrichtigung Ihres Energieanbieters genau an. So stellen Sie sicher, dass Sie nicht ungewollt einer Preiserhöhung zustimmen.

 

Gaskrise

Der Gaspreis in Deutschland steigt enorm an. Die Gründe sind im Grund wie bereits in der Rubrik "Stromkrise" beschrieben. Die Gasspeicher sind weniger gefüllt, als es normalerweise kurz vor dem Winter der Fall ist. Im Ökonomischen geschieht ein Preisanstieg, wenn die Nachfrage steigt, das Angebot jedoch gering ist. Hier in unserem Gas Liveticker können Sie jederzeit neueste Entwicklungen finden, den aktuellen Gaspreis einsehen und Tipps finden, wie Sie Ihren Gaspreis möglichst niedrig halten.

Wechseljetzt.de hilft Ihnen, möglichst günstige Tarife zu finden. Derzeit stabilisieren sich die Gaspreise ein wenig. Beispielhaft sehen Sie die günstigsten Gaspreise pro 5.000 kWh der letzten Wochen in den folgenden Graphen: 

Gas Berlin Gas Hamburg
Gas München Gas Dortmund

Neueste Updates der Gaskrise

Wie die Tagesschau berichtet, ist es zunächst nicht absehbar, wann die Nord Stream 2 in Betrieb genommen wird. Es könne Monate dauern, bis das Verfahren zu einem Ende komme. Die Nord Stream 2 könnte dabei helfen, die Gasspeicher wieder aufzufüllen und somit die Knappheit des Gases zu reduzieren. Es ist zu erwarten, dass die Preise tendenziell wieder ein wenig sinken, sobald die Speicher ausreichend gefüllt sind. 

Eine Kompensation durch die Regierung ist derzeit nicht zu erwarten. Die deutsche Bundesregierung ist eher unentschlossen: Frankreich zahlt hingegen zum Jahresende 100€ an Menschen mit geringem Einkommen; aufgrund der hohen Energiepreise. Deutschland hingegen will den Markt das Problem regulieren lassen.

Was tun, wenn der Preis steigt?

Eine gute Möglichkeit, den Energiepreis zu reduzieren, ist der Anbieterwechsel. Durch Wechselboni und gute neue Angebote, können Sie auch in diesen Zeiten des hohen Strompreises einen möglichst guten Tarif finden.

Achten Sie auch stets auf das Kleingedruckte, denn manchmal verstecken Energieanbieter dort eine Preiserhöhung. Machen Sie sich auch keine Sorgen darum, ob Sie stets mit Strom oder Gas versorgt sind. Selbst, wenn Sie Ihren Strom- oder Gasvertrag kündigen, besteht keinerlei Gefahr, dass Sie keinen Strom oder Gas beziehen können. In der Übergangszeit rutschen Sie ganz einfach in die Grundversorgung.

Im Falle einer Kündigung sollten Sie stets den Grund für die Kündigung prüfen. Scheuen Sie sich nicht, Beschwerde einzulegen. Dies gilt auch, falls Ihr Anbieter die Auszahlung Ihres Bonus verweigert.

Empfehlenswert ist es außerdem, Verträge mit kurzer Laufzeit zu wählen. Dies ist von Vorteil, um regelmäßig wechseln zu können. 

Verbrauch reduzieren

Besonders derzeit ist es wichtig nach einem Tarifvergleich noch mehr zu tun, um Energie einzusparen. Folgen Sie unseren Stromspartipps sowie Gasspartipps, um Ihren Verbrauch zu reduzieren. Dies wirkt sich direkt positiv auf Ihren Verbrauch aus. So kann noch mehr gespart werden.

Sonderkündigungsrecht

Im Falle einer außervertraglichen Preiserhöhung haben Sie Sonderkündigungsrecht. Das bedeutet, dass Sie innerhalb von zwei Wochen kündigen dürfen, wenn Ihr Preis erhöht wird. Aber auch, wenn Ihre Preiserhöhung auf Steuern, Umlagen oder sonstigen Abgaben basiert, dürfen Sie kündigen. Es ist nicht rechtens, wenn in Ihrem Vertrag steht, dass Sie in einem solchen Fall kein Sonderkündigungsrecht hätten. Außerdem gilt bei einem Sonderkündigungsrecht zu beachten, dass Sie die Kündigung selbst durchführen. Im Falle einer Sonderkündigung, kann der neue Anbieter diese nicht für Sie übernehmen.

Benötigen Sie Hilfe bei der Kündigung? Finden Sie hier wichtige Hinweise sowie Vorlagen zur Kündigung Ihres Energieanbieters.

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